F3 Gewerbe und Industrie 04.06.2021

In den ersten Stunden des Freitags kam es zu einem Brand auf dem Gelände eines Recylingbetriebes in der Johann-Reis-Straße. Die Leitstelle Burgenlandkreis alarmierte 1:12 Uhr mit dem Stichwort „F3 Gewerbe und Industrie“ die Feuerwehren Weißenfels und Langendorf.

Mehrere Tonnen Abfall brannten

Aus bisher unbekannten Gründen geriet zunächst eine mobile Schredderanlage in Brand. An dieser waren Mitarbeiter des Unternehmens gerade mit Schredderarbeiten beschäftigt, als ein Knall zu hören und eine Stichflamme sichtbar waren. Ein Übergreifen der Flammen auf den Lagerplatz in Form von vielen Tonnen Abfall war dann als Folge dessen sofort gegeben.

Nachalarmierung weiterer Kräfte

Nach Ankunft der ersten Einsatzkräfte wurden unmittelbar weitere Einsatzkräfte nachgefordert. Zur Löschwasserentnahme wurde – neben dem Löschwasserteich der betreffenden Firma – auch der des Nachbarbetriebes sowie ein 600 m entfernter Hydrant in der Max-Planck-Str. genutzt. Mit Hilfe des Gerätewagen-Logistik wurden so insgesamt ca. 1500 m B-Schlauch zur Wasserversorgung verlegt. Bis diese vorbereitenden Arbeiten zur Sicherstellung der Wasserversorgung abgeschlossen waren, wurde die Einsatzstelle mittels Tanklöschfahrzeugen im Pendelverkehr mit Wasser versorgt.

Mühsame Löscharbeiten – Unterstützung durch Radlader

Um einen Löscherfolg zu erzielen, musste der brennende Abfall mühsam mit Radladern auseinander gezogen und abgelöscht werden. Hier unterstützten die Mitarbeiter der Entsorgerfirma die Einsatzkräfte tatkräftig. Ebenso wurde seitens der Firma die Versorgung der Einsatzkräfte mit Heiß- und Kaltgetränken sichergestellt. Eine weitere Versorgung mit Essen erfolgte durch die Feuerwehr.

Einsatz der Feuerwehr-Drohne

Im Einsatzverlauf wurde die Lage fortwährend auch mit Unterstützung der derzeit zu Testzwecken auf dem Einsatzleitwagen verlasteten Feuerwehr-Drohne neu bewertet. So konnten wertvolle Erkenntnisse zur Ausbreitung des Brandes und der Rauchgase aus großer Höhe gewonnen werden.

Auslösung KATWARN

Durch Erkundung der Feuerwehr zeigte sich, dass sich die Rauchgase in die Bereiche Kugel- und Stadtberg, Käthe-Kollwitz-Straße und in die Innenstadt ausbreiteten. Aus diesem Grund ließ die Einsatzleitung durch die Leitstelle Burgenlandkreis via KATWARN eine Bevölkerungswarnung zum Schließen von Fenstern und Türen auslösen.

Einsatzende nach acht Stunden

Durch die Vielzahl der eingesetzten Schläuche und die damit einhergehenden aufwändigen Rückbau- und Aufräumarbeiten forderte die Einsatzleitung Mitarbeiter des Fachbereichs städtische Dienste der Stadt Weißenfels an, welche die Einsatzkräfte tatkräftig unterstützen.

Gegen 09:30 Uhr waren die Lösch- und Aufräumarbeiten beendet und alle Fahrzeuge konnten auf der Feuerwache Weißenfels und in den Gerätehäusern der Ortsfeuerwehren wieder einsatzbereit gemacht werden. Denn: Nach dem Einsatz ist vor dem Einsatz.

Im Einsatz waren:

• TLF 24/50, LF 16/20, DLK 23/12, GW-L 2, ELW, MZF

• Feuerwehr Langendorf mit LF 16/12

• Feuerwehr Leißling mit HLF 20/16

• Feuerwehr Borau mit StLF 20/20, MTW

• Feuerwehr Großkorbetha mit TLF 4000

• Feuerwehr Zorbau mit GTLF

• RTW Weißenfels

• FuStW Polizei

• Gesamtzahl Einsatzkräfte: 65