„Wir sind am Sonntag von kurz nach 6 Uhr bis 15 Uhr kaum zum Luftholen gekommen“, sagt Benjamin Köhn, Pressesprecher der Weißenfelser Feuerwehr. 120 Einsätze hat es wegen des Orkans im gesamten Landkreis gegeben. Allein 15 Einsätze waren es für die Weißenfelser Feuerwehrleute. Aber auch Großkorbethaer, Kleinkorbethaer, Markwerbener und Uichteritzer mussten alarmiert werden. „Das Gute war, dass es keine Verletzten gegeben hat“, meint Köhn.

Bäume fielen um oder drohten umzustürzen

Laut Köhn sei es vielfach bei Bäumen geblieben, die umgefallen waren oder umzustürzen drohten. Die habe man von der Straße geräumt und teilweise zersägt. Nur einmal sei ihm Bange geworden, als vor seinen Augen ein Baum plötzlich auf die Merseburger Straße kippte. „Die betreffende Straßenseite haben wir sofort gesperrt und die Stelle geräumt. Nicht auszudenken, wenn sich dort ein Auto befunden hätte, als der Baum umstürzte.“

Eine Tanne fiel in der Albert-Schweitzer-Straße neben zwei Pkw und verursachte an ihnen Lackschäden und eine andere fiel in Weißenfels-West auf eine Gartenlaube. Den Einsatz-Abschluss bildeten zwei Strommasten mit 1.000-Volt-Leitungen, die in der Leipziger Straße an der Umgehungsstraße umgekippt waren.

Bei allem Unglück hatten die Weißenfelser Kräfte aber Glück

Ähnlich sah es bei den Lützenern und ihren Ortsfeuerwehren aus, wo es elf Einsätze gab. Meist wegen Bäumen, aber einmal musste ein morsches Carport der Wohnbau GmbH zerlegt werden, das wegzufliegen drohte. Zuletzt ging es um Ziegel, die an der Ex-Gaststätte Schützenhaus abzunehmen waren.

Bei allem Unglück hatten die Weißenfelser Kräfte aber Glück, dass sie zwischen zwei Einsätzen mal kurz was essen konnten. Und Köhn würdigte auch seine Kollegen in der Kreisleitstelle, die mitsamt medizinischen und anderen Notfällen Hunderte von Anrufe bewältigen mussten. (mz)

– Quelle: https://www.mz-web.de/28741776 ©2017

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