Einsatzaufkommen Silvester

Die Feuerwehr Weißenfels kann ein positives Resümee über Silvester ziehen. Die Tage und die Nacht um den Jahreswechsel kann als relativ ruhig betrachtet werden: Acht Einsätze galt es abzuarbeiten, wobei vier davon mutmaßlich mit Silvester in Verbindung gebracht werden könnten.

Ausgelöster Rauchmelder am Silvester-Tag

Kurz vor 17 Uhr am 31.12. der erste Einsatz: Im Südring machte ein ausgelöster Rauchmelder den Einsatz der Feuerwehr nötig. Ursächlich war hier angebranntes Essen. Wieder einmal zeigte sich, dass Rauchmelder größeren Schaden verhindern und Menschenleben retten – ein Küchenbrand konnte verhindert werden. Personen wurden nicht verletzt.

Vermuteter Großbrand und Tragehilfe am Silvester-Abend

Gegen 21.30 Uhr kam es zur Alarmierung mit dem Stichwort „Großbrand“. Anrufer meldeten den Brand eines Gebäudes an den Badanlagen in Weißenfels. Vor Ort angekommen stellte sich heraus, dass es erneut im Bereich des ehemaligen Lokschuppens am Bahnhof brannte. Durch die schnelle Entdeckung des Feuers und der damit schnellen Alarmierung der Feuerwehr konnte der Brand in der Entstehungsphase gelöscht werden. Die Brandursache ist unklar, die Polizei ermittelt.

Kurz nach Einsatzende des vorherigen Einsatzes wurden Einsatzkräfte zu einer Tragehilfe für die Notfallrettung in ein Weißenfelser Altenpflegeheim alarmiert.

Mehrere Kleinbrände am Neujahrsmorgen

Kurz vor 1 Uhr brannte in der Naumburger Straße Unrat. Zehn Minuten später galt es, in der Otto-Schlag-Straße einen brennenden Müllbehälter zu löschen. Gegen 1.30 Uhr brannte es in der Otto-Schlag-Straße erneut ein Container.

Wasserrohrbruch und Kleinbrand am Neujahrstag

Am Neujahrstag kam es um 9.45 Uhr zu einem Wasserrohrbruch in der Zeitzer Straße, durch den mehrere Wohnungen eines Mehrfamilienhauses in Mitleidenschaft gezogen wurden. Die Feuerwehr öffnete die Wohnungstür der betreffenden Wohnung und stellte das Wasser ab.

Am Nachmittag dann der letzte Einsatz des Tages: Am Aussichtspunkt nähe der Bergschule brannte gegen 16.30 Uhr ein weiterer Müllbehälter.


 

Video: Ausbildungswochenende Brandcontainer

Am Wochenende im Zeitraum 26.11. bis 28.11.2021 fand auf dem Gelände der Feuerwache Weißenfels eine Realbrandausbildung statt.

Zertifizierte Ausbilder leiteten 108 teilnehmende Atemschutzgeräteträger durch einen Brandcontainer zur Simulation realistischer Brandszenarien. In der zweistöckigen modularen, feststoffbetriebenen Übungsanlage (holzbefeuert nach DIN-Vorgaben) mit einer ca. 45 qm großen mobilen Übungsfläche und 16 m langen Übungsstrecke auf zwei Ebenen wurden unseren Einsatzkräften verschiedene, speziell auf unsere Wünsche und Bedürfnisse angepasste Trainingsmodule angeboten.

Unser Dank gilt der Stadt Weißenfels für die ermöglichte Ausbildung, BTL Brandschutz Technik GmbH Leipzig für den reibungslosen Ablauf und den Ausbildern von Red Line Solution für ihre tolle Arbeit.

Bericht BLKregionalTV: https://youtu.be/fK0nIB1-pL4

 

Jahresrückblick 2021

Das Jahr 2021 neigt sich dem Ende zu. Auch dieses Jahr war wie bereits 2020 für die Feuerwehr geprägt von einem allgemein vorherrschenden Thema: Dem Corona-Virus. Der Jahresbeginn startete so, wie das Vorjahr endete: Mit der Einstellung aller dienstlichen Veranstaltungen. Weder der Ausbildungsdienst der Einsatzabteilungen noch die Dienste der Kinder- & Jugendfeuerwehren fanden statt. Ebenso wurden alle weiteren Veranstaltungen, wie beispielsweise die Jahreshauptversammlungen, untersagt. Weitere Maßnahmen zur Aufrechterhaltung des Einsatzbetriebes wurden in einer feuerwehrinternen Corona-Dienstanweisung geregelt.

Nur so konnte ein Einsatzbetrieb der kritischen Infrastruktur Feuerwehr sichergestellt werden: Es gab keinerlei größere Ausfälle innerhalb der Ortsfeuerwehren, keine Feuerwehr musste pandemiebedingt personell abgemeldet werden. Ein Verdienst aller Einsatzkräfte, welche sich vorbildlich an die Regelungen der Corona-Dienstanweisung gehalten haben.

Liefen die Ausbildungsdienste bis dahin zuweilen Online, konnte dann Anfang April die pandemische Lage so beurteilt werden, dass die Wiederaufnahme des Dienstbetriebes aller Abteilungen wieder möglich war – unter Testpflicht unabhängig vom G-Status der Einsatzkräfte.

Denn auch wenn das Jahr in Sachen Ausbildungsdienste ruhig anfing, so galt dies für die Einsätze natürlich nicht. Denn bereits am 13. Januar kam es in der Marie-Curie-Straße zu einem Großbrand in einem Recyclingbetrieb, welcher 19 Stunden andauern sollte. Mehrere Weißenfelser Ortsfeuerwehren waren hier im Einsatz – und es sollte nicht der letzte Einsatz mit dem Stichwort „Großbrand“ im Jahr 2021 bleiben.

Anfang Februar kam der große Schneefall mit Schneehöhen von einem Meter und forderte den Einsatz zahlreicher Weißenfelser Ortsfeuerwehren.  

Am 1. April meldete die Feuerwehr Weißenfels die Einrichtung einer zweiten Feuerwache in Verbindung mit einer „Feuerwehrerlebniswelt“ im Gloria. So sollte die Einsatzbereitschaft während des Brückenneubaus im Norden der Stadt sichergestellt werden. Hierbei handelte es sich natürlich um einen Aprilscherz.

Im Mai kam es zu einem schweren Verkehrsunfall zwischen einem PKW und einem LKW in der Zeitzer Straße in Weißenfels. Dort wurde der Fahrzeugführer des PKW eingeklemmt und konnte in Zusammenarbeit mit dem Rettungsdienst gerettet werden. Umso mehr freute uns der Besuch eben dieses Fahrzeugführers auf der Feuerwache Weißenfels im Oktober. Noch nicht ganz genesen, aber auf dem besten Wege dahin bedankte sich der ehemalige Patient bei uns, was die anwesenden Einsatzkräfte sehr freute. Weiterhin kam es zum Großbrand des ehemaligen Lokschuppens am Güterbahnhof und dem Brand eines Trafos am Schlachthof mit einer enormen Rauchentwicklung.

Im Juni brannte es erneut in einem Recyclingbetrieb in Weißenfels, welcher nach 9 Stunden gelöscht werden konnte. Auch am Forsthaus in Weißenfels kam es zu einem Großbrand: In einer größeren Villa brannte der Dachstuhl. Weitere Einsätze forderten die Feuerwehr auf der Autobahn, wo es zu Unfällen mit LKW kam. Leider waren dort auch verstorbene Personen zu beklagen.

Im Juli zog eine Unwetterfront über den Burgenlandkreis, welches auch die Weißenfelser Ortsteile nicht verschonte. Mitte des Monats kam es zu einem Großbrand am Weißenfelser Marktplatz.

Im August kam es zu zwei Gefahrguteinsätzen: Am Güterbahnhof Großkorbetha sowie in einem Industriebetrieb in Weißenfels kam es jeweils zu Austritten von Gefahrstoffen.

Der September startete erneut mit einem Gefahrguteinsatz am Güterbahnhof Großkorbetha.

Im September startete die Grundausbildung aller Weißenfelser Ortsfeuerwehren, welcher im November seinen Abschluss fand.

Im Oktober kam es erneut zu einem schweren LKW-Unfall auf der Autobahn. Auch hier war leider eine verstorbene Person zu beklagen. Ebenfalls im Oktober startete die Stickerstars-Aktion der Weißenfeser Feuerwehren., wo nahezu alle rund 600 Mitglieder der Feuerwehren im Heft vertreten. Ende des Monats sorgte ein Sturmtief über dem Burgenlandkreis für eine Vielzahl von Einsätzen für mehrere Ortsfeuerwehren an einem Tag.

Am 11. November fiel deutschlandweit der Notruf aus – hier wurden die Gerätehäuser aller 14 Ortswehren besetzt, um im Notfall als Anlaufstelle für den Hilfesuchenden zu fungieren. Ebenfalls im November kam es zu einem Gefahrguteinsatz bei einem Produktaustritt in einem Weißenfelser Industriebetrieb. Ende November fand auf dem Gelände der Feuerwache Weißenfels eine Realbrandausbildung statt. Zertifizierte Ausbilder leiteten die Atemschutzgeräteträger der Ortsfeuerwehren von Weißenfels durch eine Übungsanlage zur Simulation realistischer Brand-Szenarien. In der 2-stöckigen modularen, feststoffbetriebenen Übungsanlage (holzbefeuert nach DIN-Vorgaben) mit einer ca. 45 qm großen mobilen Übungsfläche und 16 m langen Übungsstrecke auf zwei Ebenen wurden den Einsatzkräften verschiedene, speziell auf die Bedürfnisse der Freiwilligen Feuerwehr Weißenfels angepasste Trainingsmodule angeboten.

Anfang Dezember kam es abermals zu einem schweren LKW-Unfall auf der Autobahn, erneut war eine verstorbene Person zu beklagen. Im Weißenfelser Kirschweg kam es zu einer Bombendrohung, welche ebenfalls den Einsatz der Feuerwehr nötig machte.

All diese aufgezählten Einsätze über das Jahr verteilt sind nur beispielhaft zu sehen. Die Mitglieder in den 14 Einsatzabteilungen bewältigen jedes Jahr um 700 Einsätze. Zur Bewältigung dieser Einsatzlagen stehen 39 Einsatzfahrzeuge und diverse Anhängefahrzeuge und Boote zur Verfügung.

Die 14 Ortsfeuerwehren der Stadt Weißenfels leisteten im Jahr 2021 bei 731 Einsätzen statistisch gesehen im Mittel bei zwei Einsätzen pro Tag Hilfe. Diese Einsätze untergliedern sich pro Ortsteil wie folgt:

  • Borau – 43 Einsätze
  • Burgwerben – 3 Einsätze
  • Großkorbetha – 26 Einsätze
  • Kriechau – 4 Einsätze
  • Langendorf – 22 Einsätze
  • Leißling – 38 Einsätze
  • Markwerben – 18 Einsätze
  • Obschütz – 1 Einsatz
  • Pettstädt – 5 Einsätze
  • Reichardtswerben – 34 Einsätze
  • Storkau – 3 Einsätze
  • Tagewerben – 30 Einsätze
  • Uichteritz – 18 Einsätze
  • Weißenfels – 486 Einsätze

Zur Bewältigung dieser Aufgaben standen im städtischen Haushalt in diesem Jahr 1,8 Mio. Euro zur Verfügung. Die beiden größten Einzelinvestitionen im Jahr 2021 waren die Beschaffung neuer Schutzkleidung für Atemschutzgeräteträger im Wert von 124.000 € sowie die Indienststellung eines neuen Tragkraftspritzenfahrzeuges (TSF-W) für 150.000 € für die Ortsfeuerwehr Tagewerben. Über die zentrale Beschaffung des Landes Sachsen-Anhalt beteiligt sich die Stadt Weißenfels an der Ersatzbeschaffung der Weißenfelser Drehleiter. Diese wird mit einem Zuschuss in Höhe von 270 000 € bei Gesamtkosten von ca. 680 000 € beschafft. In den nächsten Jahren sind weiterhin Prioritäten in Ersatzbeschaffungen bei Fahrzeugtechnik zu legen. Dringender Handlungsbedarf besteht bei den Gerätehäusern der Ortsfeuerwehren: Hier wird im Brandschutzbedarfsplan – welcher in diesem Jahr in Zusammenarbeit zwischen Stadtverwaltung und Stadtwehrleitung eine Überarbeitung erfährt – der Grundstein für eine dringende Erneuerung gelegt.

Derzeit verfügen die 14 Weißenfelser Feuerwehren über 609 Mitglieder. Diese teilen sich auf

  • 17 hauptamtliche Einsatzkräfte,
  • 345 ehrenamtliche Einsatzkräfte,
  • davon 122 Atemschutzgeräteträger,
  • 61 Mitglieder der Kinderfeuerwehren sowie
  • 82 Mitglieder der Jugendfeuerwehren und
  • 122 Mitglieder in den Alters- und Ehrenabteilungen

auf.

Ausbildungswochenende Brandcontainer

Im Zeitraum vom 26.11.2021 bis 28.11.2021 findet auf dem Gelände der Feuerwache Weißenfels eine Realbrandausbildung statt.
 
Zertifizierte Ausbilder leiten die Atemschutzgeräteträger der Ortsfeuerwehren von Weißenfels durch eine Übungsanlage zur Simulation realistischer Brand-Szenarien.
 
In der 2-stöckigen modularen, feststoffbetriebenen Übungsanlage (holzbefeuert nach DIN-Vorgaben) mit einer ca. 45 qm großen mobilen Übungsfläche und 16 m langen Übungsstrecke auf zwei Ebenen werden unseren Einsatzkräften verschiedene, speziell auf die Bedürfnisse der Freiwilligen Feuerwehr Weißenfels angepasste Trainingsmodule angeboten.
Während dieser Ausbildung kann es im Bereich der Feuerwache zu einer leichten Geruchsbelästigungen kommen.

Aktion zur Unterstützung der Weißenfelser Kinder- & Jugendfeuerwehren

Die Feuerwehren der Stadt Weißenfels starten zusammen mit dem E-Center Weißenfels und Stickerstars ein Projekt zur Förderung der Nachwuchsarbeit: Ein Stickerstars-Heft.
 
Dies kann man sich wie ein Fußball-Sammelalbum vorstellen – die Mitglieder der Weißenfelser Feuerwehren inklusive den Kinder- & Jugendabteilungen können als derartige Sticker gesammelt und in das Album eingeklebt werden.
 
Mit dem Kauf des Heftes und der Sticker im teilnehmenden Edeka wird die Arbeit der Kinder- & Jugendfeuerwehren unterstützt. Die Erlöse aus dieser Aktion fließen zu 100 % in die Kinder- & Jugendarbeit.
 
Ziel der Kampagne ist es, Aufmerksamkeit auf regionaler Ebene für die Feuerwehren zu generieren und das Amt der Helferinnen und Helfer in einem besonderen Rahmen zu ehren. So möchten wir auch positiv zum Thema Mitgliedergewinnung beitragen.
 
In dem Album sind nahezu alle Mitglieder der Weißenfelser Feuerwehren inklusive Kinder- & Jugendfeuerwehren mit ihrem eigenen Sticker verewigt. Außerdem wird es einen allgemeinen Teil im Album geben, welcher u. a. Sticker von Fahrzeugen, Gerätehäusern und der Historie beinhalten wird.
 
Weitere Informationen zur geplanten Kick-Off-Veranstaltung mit uns am 09.10. gibt es ganz bald!
 

Wir würden Sie gern retten – wenn sie uns lassen

Seit Jahren führt die Feuerwehr in unregelmäßigen Abständen Befahrungen an bekannten neuralgischen Punkten im Stadtgebiet durch.
 
Viele Missstände hinsichtlich Befahrbarkeit durch Rettungsmittel konnten so erkannt und abgestellt werden: Beispielsweise wurde in der Gustav-Adolf-Straße ein einseitiges Parkverbot eingerichtet, da die Straße durch Fahrzeuge weder befahrbar noch die Menschenrettung aus Gebäuden via Drehleiter möglich war.
 
Gestern führte uns der Weg zum wiederholten Male in und um die Heinrich-Schütz-Straße. Dort gibt aufgrund der Straßenreinigung mittels Kehrmaschine ein temporäres Parkverbot. Die Bilder zeigen, was nach dem Ende des Parkverbotes passiert: Die Mehrzahl der Verkehrsteilnehmer parkt ihr Fahrzeug wieder auf der richtigen Straßenseite, einige wenige verpassen dies. Somit sind uns jegliche Chancen zur schnellen Menschenrettung im Ernstfall genommen: Die Ausrüstung muss zeitaufwendig über weitere Entfernungen händisch zur Einsatzstelle gebracht, viel längere Schlauchleitungen verlegt werden. Dies benötigt mehr Zeitaufwand, als in es normalerweise der Fall wäre – das ist gegebenenfalls genau die Zeit, die dem Betroffenen fehlt, um ein Brandereignis zu überleben. Eine Gestellung der Drehleiter und damit schnelle Menschenrettung wäre in diesem Falle sogar erst gar nicht möglich gewesen.
 
Uns ist bewusst, dass die Ursache hier das temporäre Parkverbot ist und kein böser Wille der Anwohner besteht. Wir wollen jedoch erneut aufzeigen, dass eine scheinbar harmlosen Gedankenlosigkeit auch das Worst-Case-Szenario zur Folge haben kann.
 
Dass dies nicht weit hergeholt ist zeigt die Tatsache, dass es erst im vergangenen Jahr eben in der Heinrich-Schütz-Straße zu einem Schornsteinbrand kam, bei dem auch die Drehleiter gestellt werden musste. Zu diesem Zeitpunkt war die Befahrbarkeit der Straße glücklicherweise gegeben, wenn auch nur mit Augenmaß und geringer Geschwindigkeit.
 
Es gibt viele andere Stellen in Wohngebieten, in denen dauerhaft so geparkt wird und sich der Fahrzeugführer generell keine Gedanken über freie Rettungswege macht. Wir haben Verständnis dafür, dass die langwierige Parkplatzsuche nach Feierabend nervenraubend ist, aber:
 
Helfen Sie uns – nur dann können auch wir helfen! Denken Sie an Ihre Familie, Nachbarn, Bekannte, Freunde und alle anderen Mitmenschen. Jeder kann in die Lage geraten, Hilfe zu benötigen. Dann kann es sprichwörtlich um Sekunden gehen. Bitte haben Sie das im Hinterkopf, wenn Sie nach Feierabend auf Parkplatzsuche sind.
 
Eine Hilfestellung, um der Feuerwehr und Rettungsdiensten generell freie Durchfahrt zu gewähren, ist auf unserem Flyer zu finden.
 

Start der Grundausbildung

Am vergangenen Samstag startete der Grundausbildungslehrgang F I / 2021 der Weißenfelser Feuerwehren.
 
An sechs Ausbildungswochenenden, welche im 14-tägigen Rhythmus durchgeführt werden, bekommen die 5 Teilnehmerinnen und 12 Teilnehmer von den Ausbildern alle Schwerpunktthemen nach Feuerwehrdienstvorschrift 2 zum Thema Feuerwehr vermittelt. All diese Themen legen den Grundstein für die Arbeit als Feuerwehrfrau oder -mann.Nach dem Abschluss dieser Ausbildung „Truppmann, Teil 1“ folgt der Teil 2 und danach weitere auf diesen Lehrgang aufbauende Schulungen.
 
Wir wünschen allen Teilnehmern maximale Erfolge beim Start ihrer Feuerwehrkarriere!
 
 

 

Gefahrgutaustritt & First-Responder-Einsatz

Gestern Abend wurden zahlreiche Feuerwehren zum Güterbahnhof nach Großkorbetha alarmiert.
 
Vor Ort trat in geringer Menge Natriumhydroxid (UN 1824) aus einem Kesselwagen aus, eine Gefahr für Anwohner bestand zu keiner Zeit.
Während sich die örtlich zuständige Wehr um die umfassende Lageerkundung kümmerte, fuhren alle weiteren Kräfte und Mittel in den Bereitstellungsraum.
 
Der Produktaustritt konnte schnell gestoppt, die ausgelaufene Flüssigkeit aufgefangen und im Anschluss mit Wasser aus dem HLF (Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug) verdünnt werden. Verletzt wurde niemand.
 
Auf dem Rückweg vom Bereitstellungsraum zur Feuerwache nach Weißenfels, kam unser Rüstwagen-Team in der Weißenfelser Neustadt zu einer bewusstlos verletzten Person dazu. Hier wurde die Erstversorgung übernommen und im Nachgang der Rettungsdienst unterstützt.
 
Im Einsatz waren:
 
  • Feuerwehr Weißenfels (TLF, LF, RW, ELW, GW-G)
  • Feuerwehr Großkorbetha (MTW, HLF, TLF)
  • Feuerwehr Kriechau (TSF-W)
  • Feuerwehr Reichardtswerben (LF)
  • Feuerwehr Granschütz (Dekon-P, MTW)
  • Feuerwehr Zeitz Aue-Aylsdorf (Dekon-P, CBRN-ErkKW)
  • Feuerwehr Kayna (LF)
  • Notfallmanager Bahn AG
  • Bundespolizei

Wohnungsbrand mit mehreren Verletzten

Gestern Vormittag kam es in der Weißenfelser Schlachthofstraße zu einem Wohnungsbrand mit vier Verletzten.
 
Eine Person konnte durch Feuerwehr und Polizei mit einer massiven Rauchgasvergiftung aus der Wohnung gerettet und dem Rettungsdienst übergeben werden, im Anschluss wurde das Feuer gelöscht und das gesamte Wohnhaus belüftet.
 
Die schwerverletzte Person wurde in eine Spezialklinik nach Halle transportiert, drei Leichtverletzte konnten ambulant durch den Notarzt behandelt werden.
 
Im Einsatz waren:
  • Feuerwehr Weißenfels
  • Feuerwehr Tagewerben
  • Feuerwehr Reichardtswerben
  • 3x RTW Weißenfels
  • 1x NEF Weißenfels
  • RTH Christoph 63
  • Polizei
  • Notfallseelsorge

 

Drei Tage, zwei Gefahrguteinsätze – und weitere Alarmierungen

Am Mittwoch wurden wir mit dem Stichwort „H5 Gefahrgut“ zum Bahnhof Großkorbetha, genauer gesagt zum nichtöffentlichen Teil des Güterbahnhofes, alarmiert. Dort sollte aus einem Kesselwagen ein Produkt austreten.
 
Die örtlich zuständige Ortsfeuerwehr Großkorbetha ging als ersteintreffende Feuerwehr unter Chemikalienschutzanzügen zur Lageerkundung und Messung vor und stellte einen Austritt von geringen Mengen des Gases Propylen fest. Diese erste Messung wurde mittels Messgeräten vom CBRN-Erkundungwagen bestätigt. Die Austrittsstelle am Bodenauslassventil konnte mittels Werkzeug durch die Einsatzkräfte der Feuerwehr verschlossen und der Kesselwagen zurück ins Werk Leuna verbracht werden. Verletzt wurde niemand, nach ungefähr zwei Stunden war der Einsatz beendet.
 
Im Einsatz:
  • Feuerwehr Großkorbetha
  • Feuerwehr Weißenfels
  • Feuerwehr Reichardtswerben
  • Feuerwehr Kriechau
  • Landes- & Bundespolizei
  • Vertreter TOTAL
  • Vertreter InfraLeuna GmbH
  • Notfallmanager DB
  • RTW
  • OrgL Rettungsdienst
Am gestrigen Freitag erfolgte eine erneute Alarmierung mit dem Stichwort „H5 Gefahrgut“. Einsatzort diesmal: Ein Weißenfelser Industriebetrieb. Dort wurde im Außenbereich eine nicht mehr genutzte Maschine demontiert. Diese hatte Ammoniak zum Inhalt, welcher unvermittelt austrat.
 
Das Sicherheitskonzept der Firma funktionierte, der komplette Bereich war beim Eintreffen der Feuerwehr geräumt. Mittels Einsatz von zwei C-Rohren wurde zunächst der austretende Stoff niedergeschlagen. Im weiteren Einsatzverlauf wurde durch Einsatzkräfte mit Pressluftatmer versucht, den Austritt zu stoppen – jedoch ohne Erfolg. So wurden die restliche Kleinmenge Ammoniak weiter niedergeschlagen und verdünnt und in der firmeneigenen Rückhaltung aufgefangen. Anschließend erfolgte eine Kontrolle aller Bereiche mittels Messgeräten. Nach ca. 2,5 h war der Einsatz beendet, verletzt wurde niemand.
 
Im Einsatz:
  • Feuerwehr Weißenfels
  • Feuerwehr Tagewerben
  • Feuerwehr Reichardtswerben
  • CBRN-ErkW Zeitz
  • RTW
  • Polizei
Die komplette Übersicht der bisherigen Einsätze in dieser Woche:
  • 10.08. – S2 Nachf. DLK / Tragehilfe RD
  • 11.08. – H1 Türöffnung
  • 11.08. – H5 Gefahrgut
  • 12.08. – F7 ABMA
  • 12.08. – F1 unklare Rauchentwicklung
  • 12.08. – F7 ABMA
  • 12.08. – H1 Verkehrsunfall
  • 12.08. – F1 Fläche
  • 13.08. – H1 auslaufende Betriebsstoffe
  • 13.08. – H5 Gefahrgut
  • 13.08. – H1 Tragehilfe
  • 13.08. – F7 ABMA
  • 13.08. – F2 Rauchmelder
  • 14.08. – F7 ABMA