F3 Lagerhalle 13.01.2021

Die Feuerwehr Weißenfels wurde am Mittwoch, dem 13.01., kurz vor 20 Uhr mit dem Stichwort „F1 unklare Rauchentwicklung“ in die Marie-Curie-Straße alarmiert. Vor Ort angekommen konnte eine Rauchentwicklung festgestellt werden, dessen Ursache dann mit Hilfe der nachgeforderten Drehleiter in der Johann-Reis-Straße lokalisiert werden konnte.

Erhöhung des Alarmstichwortes

Umgehend wurde das Alarmstichwort auf „F3 Lagerhalle“ erweitert und weitere Einsatzkräfte, darunter mehrere Tanklöschfahrzeuge sowie die Werkfeuerwehr InfraLeuna mit 20 000 l Schaummittel, nachalarmiert.  

In einer ca. 30 x 10 m großen Lagerhalle in Stahlskelettbauweise brannten ca. 50 t Abfall. Bauartbedingt war eine Brandbekämpfung nur von außen möglich und gestaltete sich entsprechend schwierig.

Schwierige Brandbekämpfung

Die Versorgung der Einsatzstelle mit Löschwasser wurde durch das Verlegen einer doppelten Schlauchleitung zum 500 m entfernen Hydranten sichergestellt. Weiterhin wurde parallel eine zweite Wasserentnahmestelle am Löschteich einer angrenzenden Firma eingerichtet.

Da zu Einsatzbeginn ein Wintergewitter mit starkem Schneefall einsetzte, war die Einsatzstelle – und insbesondere die Zufahrt zu dieser – in kürzester Zeit sehr glatt.

Um die Innentemperatur der Lagerhalle zu senken und die Brandbekämpfung effektiver zu gestalten wurde die aus Blech bestehende Außenhülle der Halle mit Hilfe von einem Bagger durch den Betreiber dieser geöffnet. Mittels mehrerer mobiler sowie Fahrzeugmonitors wurden große Mengen Löschwasser auf das Brandgut gebracht.

Im Laufe der Nacht wurde die Anzahl der Einsatzkräfte reduziert und eine Brandwache vor Ort belassen. Mit Beginn des Folgetages wurde der Kräfteansatz erneut erhöht und das Brandgut durch Radlader – besetzt mit Einsatzkräften der Feuerwehr, welche über die Erlaubnis zur Führung derartiger Baumaschinen besitzen – aus der Halle geholt und im Außenbereich abgelöscht.

Vorbildliche Zusammenarbeit zwischen Betreiber und Feuerwehr

Durch die Verantwortlichen der betreffenden Firma wurde der Einsatz der Feuerwehr unterstützt: Beispielsweise durch den Einsatz von Technik in Form von Bagger und Radlader sowie durch Verpflegung der eingesetzten Kräfte mit heißen Getränken und kleinen Snacks. Weitere Heißgetränke wurden uns in gewohnter Weise in Schnelligkeit und Qualität vom Deutschen Roten Kreuz Weißenfels direkt zur Einsatzstelle geliefert.

Einsatzende nach 19 Stunden

Am Folgetag gegen 15 Uhr war der Einsatz für alle eingesetzten Kräfte vor Ort beendet. Die Nachbereitungsarbeiten auf der Feuerwache werden noch die kommenden Tage in Anspruch nehmen.

Im Einsatz:

  • TLF 24/50, LF 16/20, DLK 23/12, GW-L 2, RW, MZF, ELW, KdoW
  • Feuerwehr Borau mit StLF 20/20, MTW
  • Feuerwehr Langendorf mit LF 16/12, MTW
  • Feuerwehr Großkorbetha mit TLF 4000, MTW
  • Feuerwehr Markwerben mit VRW
  • Feuerwehr Zorbau mit GTLF
  • Fachdienst Führungsunterstützung Sössen mit ELW 2
  • Kreisbrandmeister Burgenlandkreis mit ELW 1
  • Werkfeuerwehr InfraLeuna mit SZM & Auflieger 20m3 Schaum
  • RTW Malteser Weißenfels
  • RTW SEG Malteser Weißenfels
  • MTW SEG DRK Weißenfels
  • FuStW Polizei

Zentralbeschaffung Drehleiter

Die Feuerwehr Weißenfels erhält Fördermittel für eine neue Drehleiter.

Das Land Sachsen-Anhalt stellt 270.000 Euro für den Kauf zur Verfügung.

Die erwarteten Gesamtkosten belaufen sich auf 700.000 Euro. Die voraussichtliche Lieferung erfolgt im Jahr 2022. Weißenfels gehört zu einer der zehn Städte, die vom Ministerium für Inneres und Sport des Landes Sachsen-Anhalt in der zentralen Ausschreibung für eine Förderung ausgewählt wurden.

Die sich derzeit im Dienst befindliche Drehleiter stammt aus dem Baujahr 1996 und war damals eine der ersten ausgelieferten Drehleitern von Magirus mit einem Knickgelenk.
 
Auch eine weitere Ersatzbeschaffung läuft an: So befindet sich die die Ersatzbeschaffung des TSF-W der Ortsfeuerwehr Tagewerben derzeit in Ausschreibung.


 

Einsatzaufkommen an Silvester


Die Feuerwehr Weißenfels kann ein positives Resümee über Silvester ziehen. Die Nacht um den Jahreswechsel kann als relativ ruhig betrachtet werden – dies war so nicht jedes Jahr der Fall.

PKW-Brand in den ersten Stunden des Silvestertages

Kurz vor 4 Uhr am 31.12. der erste Einsatz: Im Herrmannsgarten brannte ein Transporter. Bei Ankunft der Feuerwehr stand dieser bereits in Vollbrand, ein Totalschaden konnte nicht verhindert werden. Die Brandursache ist unklar, Personen wurden nicht verletzt.

Schornsteinbrand am Nachmittag

Gegen 16 Uhr kam es zu einem Schornsteinbrand in der Heinrich-Schütz-Straße. Zusammen mit dem zuständigen Schornsteinfeger wurde der Schornstein gereinigt, so dass der Brand schnell und ohne Schäden am Haus erlosch. Die Anfahrt zur Einsatzstelle stellte die Feuerwehr erneut vor Herausforderungen – die Straßenbreite in Verbindung mit geparkten Fahrzeugen lässt ein schnelles Anrücken mit Einsatzfahrzeugen nicht zu. Verletzt wurde auch hier niemand, Einsatzende war kurz nach 17 Uhr.

Gartenlaubenbrand am Abend

Eine in Vollbrand stehende, massiv erbaute Gartenlaube brannte um 20.30 Uhr in der Gartenanlage „Zeitzer Gärten“ in der Zeitzer Straße. Bereits auf Anfahrt war ein großer Feuerschein sichtbar, die wohngebäudeähnliche Laube stand in Vollbrand. 29 Einsatzkräfte der Feuerwehren Weißenfels und Borau löschten das Feuer, eine direkt angrenzende Gartenlaube in Holzbauweise konnte gehalten werden.

Eine unschöne Situation wurde beim Rückbau der Wasserversorgung bemerkt: Durch ein überklebtes Hydrantenschild wurde nicht der nächstgelegene Hydrant direkt vor der Gartenanlage gefunden, sondern ein ca. 60 m weiter entfernter genutzt – ein Umstand, der zu nicht unerheblichen Zeitverlust beim Aufbau der Wasserversorgung führte. Die Feuerwehr weist den Fußballfan darauf hin, dass die künstlerische Betätigung auf Hinweisschildern zu Hydrantenschildern nicht gerade die beste Form der Fanarbeit ist.

Vierter Einsatz am Neujahrsmorgen

Gegen 00.30 Uhr der letzte Einsatz: Eine Gesichtsverletzung rief die Feuerwehr in die Beuditzstraße zur Erstversorgung bis der Rettungsdienst eintraf.


 

2021 klopft an – was heute Nacht besonders zählt.

Die Nacht der Nächte für Rettungsdienst, Polizei und Feuerwehr steht vor der Tür.

Was wie jedes Jahr, aber in diesem Jahr im besonderen Maße, zählt: Respekt gegenüber Einsatzkräften. Respekt gegenüber allen Mitmenschen!

Wir sorgen für Ihre Sicherheit, sorgen Sie für Ihre Mitmenschen.

Durch Ihr Zutun helft ihr mit, dass die Einsatzzahlen heute Nacht nicht noch weiter steigen. Dies entlastet den Rettungsdienst und die Notaufnahmen, die ohnehin schon am Limit arbeiten. So gab es am Dienstag im gesamten Burgenlandkreis lediglich noch ein freies Bett auf den Intensivstationen, im angrenzenden Saalekreis ist das städtische Klinikum bereits jetzt aus der regulären Notfallversorgung ausgetreten, Patienten werden nach Halle gefahren.

Lieber Abstand und Maske, statt Böller und Vollrausch oder gar Gewalt.

Sollte trotzdem etwas passieren: Sofort den Notruf 112 (Feuerwehr & Rettungsdienst) wählen, die Kollegen der Leitstelle Burgenlandkreis leiten telefonisch Erste Hilfe-Maßnahmen an und schicken Ihnen schnellstens Hilfe. Über die 110 erreicht Ihr die Polizei.

Kommen Sie gut rein – unfallfrei und mit Zuversicht und bester Laune in ein gesundes Jahr 2021!


 

Das war’s: Das Jahr 2020 geht zu Ende.

Ein durch und durch verrücktes und außergewöhnliches Jahr geht zu Ende. Einige Großbrände, Brandserien und eine Vielzahl von Verkehrsunfällen beschäftigten auch dieses Jahr wieder die Feuerwehr. Zwei mal wurde der Dienstbetrieb aufgrund Corona eingestellt, ein trauriger Dezemberbeginn, aber auch gute Nachrichten prägten das Jahr 2020.
 
Januar
 
Die Silvesternacht 2019/2020 konnte für Weißenfels rückblickend als relativ ruhig betrachtet werden: Bis Mitternacht mussten zwei Einsätze abgearbeitet werden, am Neujahrstag kamen noch zwei Kleinbrände und eine Hilfeleistung dazu.
 
Mitte des Monats kam es im Weißenfelser Ortsteil Leißling zu einem ausgedehnten Garagenbrand, der Flammenübergriff auf das angrenzende Wohnhaus stand unmittelbar bevor. Gemeinsam mit den Feuerwehren aus Langendorf und Leißling gelang es, den Brand rasch unter Kontrolle zu bringen sowie das Wohnhaus zu schützen. Verletzt wurde niemand, ein Hund konnte durch die Kameraden in Sicherheit gebracht werden.
 
Am 31.01. kam es zum größten Einsatz des Jahres: Brand des illegalen Reifenlagers im Ortsteil Borau, welcher bis zum 03.02. mittags andauerte.
 
Einsatzzahl Januar: 33 Einsätze.
 
Februar
 
Der Beginn des Monats stand noch ganz im Zeichen des Reifenbrandes. Der Einsatz dauerte bis in den 03.02. an. Auch danach gab es tagelange Nachbereitungen, eine Vielzahl von Schläuchen, Einsatzbekleidung, Atemschutzgeräten und Ausrüstungsgeräten mussten gereinigt und geprüft werden.
 
Am 08.02. startete der Grundausbildungslehrgang der Weißenfelser Feuerwehren.
 
Einsatzzahl Februar: 39 Einsätze.
 
 
März
 
Am 06.03. kam es am Bahnhof Großkorbetha zu einem Austritt von Wasserstoffperoxid an einem Kesselwagen. 105 Einsatzkräfte waren zweieinhalb Stunden im Einsatz.
 
Drei Tage später wurden wir im Rahmen des ABC Zuges Erkundung/Messung und des Zuges Gefahrenabwehr des Burgenlandkreises mit dem Stichwort „H5 Gefahrgut – Ammoniakaustritt“ in den westlichen Teil des BLK nach Wohlmirstedt alarmiert. Einsatzdauer: 7 Stunden.
 
Am 13.03. erging die Dienstanweisung zur Einstellung des Dienstbetriebes in den Weißenfelser Feuerwehren – das Thema Corona trat zum ersten Mal in Erscheinung.
 
Die Kinder- & Jugendfeuerwehr bekommen von ihren Betreuern Aufgaben zum „Homeschooling“.
 
Ende März wird die Waldbrandgefahrenstufe 3 im Burgenlandkreis ausgerufen.
 
Einsatzzahl März: 35 Einsätze.
 

April
 
Am ersten Tag des Aprils wurden wir zu einem Großbrand in die Zorbauer Müllverbrennungsanlage alarmiert.
 
Am 12.04. wurde die Waldbrandgefahrenstufe 4 im Burgenlandkreis ausgerufen.
 
Einsatzzahl April: 42 Einsätze.
 

Mai
 
Am 18.05. kam es zu einem Verkehrsunfall mit eingeklemmter Person auf der A 9 mit drei beteiligten Fahrzeugen. Durch den Rettungsdienst wurden zwei Verletzte versorgt, einer davon ambulant. Die Autobahn war im Bereich Weißenfels in Fahrtrichtung München für knapp 2 Stunden gesperrt.
 
Einsatzzahl Mai: 35 Einsätze. 
 
 
Juni
 
Ab dem 01.06. wurde der Dienstbetrieb nach dem coronabedingten Lockdown wieder gestartet – unter Einhaltung der aktuellen Sicherheitsstandards.

Am 16.06. kam es zum Zusammenstoß zwischen einem leeren Gefahrgut-LKW und einem Kleintransporter. Die Feuerwehr stellte den Brandschutz sicher und nahm ausgelaufene Betriebsmittel auf. Der Fahrer wurde ins Weißenfelser Klinikum transportiert, der Fahrer des LKW blieb unverletzt.
 
Am 22.06. wurden wir zu einem gemeldeten Wohnhausbrand alarmiert. Vor Ort angekommen hat sich die Lage bestätigt, dichter Rauch war zu erkennen. Die Anwohnerin hatte schon erste Löschversuche unternommen und wurde vorsorglich dem Rettungsdienst übergeben. Ein Trupp unter Atemschutz führte die Löscharbeiten erfolgreich fort und brachte den Einsatz in Zusammenarbeit mit den anderen Einsatzkräften erfolgreich zu Ende.

Einsatzzahl Juni: 39 Einsätze.
 

Juli 
 
Am 04.07. kam es zu einem ausgedehnten Feldbrand an der B91 bei Reichardtswerben. Aufgrund der dauerhaft wechselhaften Windrichtung war es anfänglich sehr schwierig, den Brand überhaupt unter Kontrolle zu bekommen. Den zahlreichen Einsatzkräften gelang es schließlich gemeinsam mit der örtlichen Agrargenossenschaft die Flammen einzudämmen und den Brand noch vor der angrenzenden Bundesstraße aufzuhalten. Im Einsatz befanden sich 135 Einsatzkräfte.
 
Am 13.07. kam es nachmittags zu einem Verkehrsunfall mit zwei LKW auf der A 9, vor Ort sollte noch ein Fahrer in seinem Führerhaus eingeklemmt sein. Trotz des massiven Zerstörungsbildes der beiden Fahrzeuge grenzte es an ein Wunder, denn beide Fahrer wurden bereits durch engagierte Ersthelfer befreit und betreut. Beide kamen nach der rettungsdienstlichen Versorgung in Krankenhäuser. Bis zum Einsatzende wurden durch die Einsatzkräfte über 500 Personen mit alkoholfreien Getränken und vier Hunde mit Wasser versorgt. Nach 6 Stunden Vollsperrung unter doch sehr heißen Temperaturen waren alle Fahrzeugführer froh, endlich einspurig vorbeigeleitet zu werden.
 
Nach Beendigung des sechsstündigen Einsatzes auf der A9 wurden wir zusammen mit weiteren Weißenfelser Ortsfeuerwehren 23:06 Uhr mit dem Stichwort F3 Gebäude nach Pettstädt alarmiert. Mittels Einsatz von mehreren Trupps unter Atemschutz und einer Riegelstellung gelang es, die angrenzende Bebauung zu schützen. Da die Wasserversorgung im betreffenden Bereich unzureichend war, wurden Tanklöschfahrzeuge zur Einsatzstelle nachgefordert. Ein vor Ort ansässiger Bauer unterstützte zudem mit einem Wasserfass mit 20 000 l Wasser. Der Eigentümer des Objektes unterstützte mittels Radlader bei der Restablöschung.
 
Am 15.07. galt es, vier Einsätze abzuarbeiten – den Brand mehrerer Container und Fahrzeuge, eine unklare Rauchentwicklung und zwei Verkehrsunfällen mit eingeklemmter Person.
 
Was im Februar begann und Corona-bedingt pausieren musste fand am 26.07. seinen Abschluss: Die Absolventen des Grundlehrganges I/2020 absolvierten auf der Feuerwache Weißenfels ihre Abschlussprüfung.
 
Einsatzzahl Juli: 34 Einsätze.
 

August
 
Im August unterstützen wir die Aktion um die kleine Lotti – mehr unter https://loewin-lotti.de.
 
Am 28.08. kam es in Lützener Ortsteil Zorbau zu einem Produktaustritt von Methanol (UN 1230) aus einem Tankauflieger mit 30 000 l Fassungsvermögen. Die Einsatzstelle befand sich auf dem Gelände einer LKW-Tankstelle – direkt angrenzend haben sich mehrere Firmen, mitunter mit großer Lagerfläche und einer Vielzahl von Mitarbeitern, angesiedelt. Die örtlich zuständige Freiwillige Feuerwehr Zorbau-Gerstewitz sicherte die Einsatzstelle nach ihrem Eintreffen ab, natürlich auch brandschutztechnisch. Der erste Austritt wurde zunächst aufgefangen, im Anschluss wurde mittels Gefahrgutumfüllpumpe unseres Gerätewagen-Gefahrgut in einen zweiten bereitgestellten Tankauflieger umgepumpt. Alle Arbeiten am Auflieger wurden unter Atemschutz und Chemikalienschutzanzügen durchgeführt und das Umpumpen mittels Wärmebildkamera kontrolliert. Gegen 19 Uhr war der Stoff dann soweit umgepumpt, dass es zu keinem weiteren Stoffaustritt mehr kam.
 
Einsatzzahl August: 46 Einsätze.
 

September 
 
Am 02.09. fand der erste bundesweite Warntag statt.
 
Am 04.09. kam es zum Entstehungsbrand an einem Dachstuhl in der Markwerbener Straße.
 
Am 23.09. kam es zu einer Havarie in einem Weißenfelser Betrieb der Lebensmittelindustrie, bei 32 Personen leicht verletzt wurden. An einer Produktionsanlage war es im laufenden Betrieb zu einem Leck gekommen und somit Flüssigkeit (Velcorin) ausgetreten, die bei der Produktion zur Desinfektion benutzt wird. Im Laufe des Rettungsdiensteinsatzes vermehrte sich die Anzahl der Leichtverletzten, sodass weitere Rettungswagen, der Leitende Notarzt sowie der Gefahrgutzug des Landkreis nachalarmiert wurden.
 
Einsatzzahl September: 46 Einsätze.
 
 
Oktober
 
Am 04.10. kam es zu einem Wohnungsbrand in der Friedrichstraße. Bei Ankunft der ersten Einsatzkräfte war die Lage noch sehr unübersichtlich, das Treppenhaus war ab dem 2. Obergeschoss stark verqualmt und zahlreiche Bewohner kamen uns bereits entgegen. Nach Erkundung durch den Angriffstrupp konnte ein Zimmerbrand im benannten 2. OG festgestellt und zügig gelöscht werden, die Wohnung bleibt aufgrund der massiven Rauchentwicklung vorerst unbewohnbar. Im Anschluss wurde das gesamte Wohnhaus belüftet und zum Einsatzende an die Eigentümerin übergeben. Ein Bewohner zog sich beim selbstständigen Löschversuch eine leichte Rauchgasvergiftung zu und kam ins Krankenhaus, weitere 18 Bewohner brachten sich eigenständig in Sicherheit.
 
Am 27.10. brannte im Ortsteil Borau eine größere Garage, welche direkt an eine Scheune angebaut war. Die Scheune konnte gehalten werden. Im Einsatzverlauf wurde eine Gasflasche gekühlt und gesichert. Eine Einsatzkraft verletzte sich im Einsatzverlauf leicht und wurde mittels Rettungswagen in die Weißenfelser Klinik gebracht, wo er ambulant versorg wurde.
 
Einsatzzahl Oktober: 32 Einsätze.
 

November
 
Am 11.11. wurde die Feuerwehr Weißenfels gegen 19.00 Uhr mit dem Stichwort „F3 Dachstuhl/mit Explosion“ in die Leopold-Kell-Straße alarmiert. An der Einsatzstelle angekommen bot sich den Einsatzkräften folgendes Bild: Im Hinterhof eines Mehrfamilienhauses stand ein ca. 15 x 7 m großes Gebäude in Vollbrand. Es bestand die Gefahr, dass sich das Feuer auf das direkt angebaute Wohnhaus ausbreitet – die darin befindlichen Wohnungen waren bereits durch Rauchgase in Mitleidenschaft gezogen worden. Sofort wurde mittels mehrerer Strahlrohren ein Löschangriff auf das brennende Gebäude gestartet, dieser war jedoch nur noch von außen möglich. Das Wohngebäude wurde durch mehrere Trupps im Innenangriff abgesucht, wobei ein Hund und mehrere Vogelkäfige ins Freie gebracht wurden. Die Bewohner des Hauses konnten sich selbstständig retten, verletzt wurde niemand. Nach Erkundung im Hinterhof des Nachbarhauses wurde festgestellt, dass ein Anwohner dieses bereits mit Hilfe eines Gartenschlauches schützte. Hier wurde ein zweiter Einsatzabschnitt eröffnet und die Dachfläche mittels Steckleiterteilen betreten. Hier musste im Einsatzverlauf das Dach des brennenden Gebäudes geöffnet werden, um das Feuer des Dachstuhles ablöschen zu können. Da die Wohnungen neben dem Brandobjekt durch die Ausbreitung von Brandgasen nicht mehr bewohnbar sind, wurde den Bewohnern eine Ersatzunterkunft gestellt. Die geretteten Tiere wurden über Nacht auf der Feuerwache verwahrt. Einsatzende für den Großteil der 71 eingesetzten Einsatzkräfte war 02.30 Uhr, eine Brandwache ist bis zum jetzigen Zeitpunkt weiterhin vor Ort. Aufgrund der langandauernden Löscharbeiten – insbesondere im Dachbereich – wurden im Einsatzverlauf 17 Atemschutzgeräte verbraucht. Die Gesamtzahl der eingesetzten Schläuche liegt bei 40.
 
Am 14.11. brannte auf einem Betriebsglände Abfall, welcher in einem 40 m³-Abrollcontainer auf einem Anhänger gelagert war. Die Gefahr der Ausbreitung bestand, da der Anhänger sowohl an einen LKW angehangen als auch direkt neben weiteren Fahrzeugen abgestellt war.Da die Wasserversorgung schwierig war, wurde ein weiteres Tanklöschfahrzeug nachgefordert. Der besagte Abrollcontainer wurde im Einsatzverlauf auf einen LKW geladen, so dass die Möglichkeit des Abkippens bestand. Anschließend wurde das Brandgut unter Zuhilfenahme eines Radladers auseinander gezogen und mittels Schaummittel abgelöscht.
 
Am 23.11. wurden wir kurz vor 11 Uhr mit dem Stichwort „F3 Wohnung“ in den Südring alarmiert. Vor Ort konnte eine Rauchentwicklung in einer Wohnung im 1. Obergeschoss festgestellt werden. Daraufhin wurde die Wohnung durch einen Trupp mittels Steckleiter über den Balkon betreten und ein Entstehungsbrand im Bereich der Küche vorgefunden. Anwohner hielten sich zu diesem Zeitpunkt nicht mehr in der Wohnung auf. Direkt angrenzende Wohnungen wurden kontrolliert, ebenso die darunter liegende Tagespflegeeinrichtung. In diese breiteten sich durch Lüftungsschächte Rauchgase aus, welche jedoch räumlich getrennt gehalten werden konnten – somit bestand zu keiner Zeit eine Gefahr für Besucher der Einrichtung.
 
Einsatzzahl November: 34 Einsätze.
 

Dezember
 
Der Dezember begann mit großer Bestürzung. Die Ortswehrleiterin der Freiwilligen Feuerwehr Reichardtswerben, Viola Striewe, verstarb plötzlich und unerwartet am 02.12. im Alter von 55 Jahren.
 
Ab der zweiten Dezemberwoche ist es im Weißenfelser Stadtgebiet zu einer Reihe von mutmaßlichen Brandstiftungen gekommen, an einem Abend brannte es an 7 Einsatzstellen im Stadtgebiet. Der mutmaßliche Täter wurde dabei gefasst.
 
Mitte Dezember gab es ein kleines Jubiläum: 8 Jahre Feuerwehr Weißenfels bei Facebook.
 
Am 18.12. erhielt die Kinder- & Jugendfeuerwehr ein Weihnachtsgeschenk: Am vergangenen Freitag erhielten die Betreuer ein verfrühtes Weihnachtsgeschenk zur Unterstützung der Ausbildung ihrer Mitglieder: Einen Pkw-Anhänger, gesponsert von Abellio Rail. Abellio trat vor einiger Zeit an unsere Kinderfeuerwehrwartin und Jugendwartin heran und wollte wissen, welches Geschenk bei ihnen auf der Wunschliste steht. Sofort stand fest: Wenn der lang gehegte Traum eines Anhängers erfüllt werden könnte, müsste man nicht immer umständlich mit großen Löschfahrzeugen zur Ausbildung fahren und könnte das Equipment in diesen verstauen. Als der Anhänger dann zur Abholung bereit stand konnte es das Betreuer-Team gar nicht so recht fassen, dass es tatsächlich geklappt hat. Und als ob das noch nicht genug wäre, gab es für alle Betreuer und Mitglieder jeweils noch eine kleine Geschenktüte. Diese wurden dann am Sonntag von den Weihnachtsengeln an die Kinder und Jugendlichen per Hauslieferung verteilt.
 
Am 21.12. brachte die Feuerwehr den Weihnachtsmann: Gemeinsam mit dem örtlichen Klinikum durften wir stationierte Kinderherzen zum Leuchten bringen – trotz Coronaschutzverordnung. Der Weihnachtsmann stieg mit seinem Sack voller Geschenke in unseren Drehleiterkorb und fuhr mit einem Kameraden zusammen in die Höhe. Am Fenster der 4. Etage angekommen, hörte man das lautstarke Staunen der Kinder sogar noch bis zum Boden, unbeschreiblich. Einzeln und teilweise sehr zurückhaltend traten sie mit Abstand ans Fenster, sagten Weihnachtsgedichte auf und nahmen mit großen Kulleraugen ihre Geschenke entgegen.Ein weiterer Grund zur Freude: Am 23.12. erhielt die Stadt Weißenfels den Bescheid vom Land Sachsen-Anhalt mit der Zusage, dass die dringend benötigte Ersatzbeschaffung unserer Drehleiter im Jahr 2021 im Rahmen der Landesbeschaffung des Landes erfolgen kann.
 
Einsatzzahl Dezember: 44 Einsätze. (Stand: 30.12., 11 Uhr)
 

Brandserie 05.12.2020

In den Abendstunden des vergangenen Samstages ereigneten sich im Weißenfelser Stadtgebiet innerhalb von zwei Stunden eine Reihe von Bränden. An sieben Einsatzstellen brannten Unrat, Müllbehälter und eine Baustellentoilette.

Anwohner reagieren vorbildich

Beim ersten Einsatz der Serie in der Weinbergstraße brannte Unrat, welcher neben einem Altkleidercontainer abgestellt worden war. Kurze Zeit später stand in der Leopold-Kell-Straße ein Altpapiercontainer in Flammen. Anwohner reagierten vorbildlich und zogen den Container noch von der Hauswand in Richtung Straße weg – das Feuer befand sich zu diesem Zeitpunkt in der Entstehungsphase, somit konnte dies ohne Eigengefährdung erfolgen. Vergangene Brände von Müllcontainern an Fassaden haben gezeigt, dass die Möglichkeit zur Entzündung von Dämmstoffen besteht, so dass die Möglichkeit der Brandausbreitung besteht. Des Weiteren ist es möglich, dass Fensterscheiben aufgrund der Hitzeentwicklung bersten und der Rauch beispielsweise in ein Schlafzimmer zieht und sich aus dem vermeintlich kleinem Feuer eines mit Menschenleben in Gefahr entwickelt.

Fünf Feuer innerhalb von 24 Minuten

Nach der Brandbekämpfung nahe der Feuerwache folgte der dritte Einsatz: An der Baustelle im Kirschweg brannte eine Baustellentoilette, nur wenige Minuten später an der Albert-Einstein-Schule ein Altpapiercontainer sowie eine Restmüll-Tonne.

Drei weitere Feuer galt es danach noch in der Beuditzstraße, der Moritz-Hill-Straße sowie an der Beude zu bekämpfen. Auch hier brannten Müllbehälter.

Mutmaßlicher Brandstifter gefasst

Der vermutlich verantwortliche Brandstifter konnte schließlich in der Nähe des letzten Tatorts von der Polizei gefasst werden. Der Verdächtige war bereits wegen anderer Delikte zur Fahndung ausgeschrieben und wurde in Gewahrsam genommen.

Brandserie bereits seit dem Sommer

Seit dem Spätsommer ist es in unregelmäßigen Abständen zu Bränden von Müllcontainern oder dergleichen im ganzen Stadtgebiet gekommen. Bleibt zu hoffen, dass dies nun ein Ende hat.

Einsatzübersicht

  • Einsatz 1
    21.07 Uhr, Weinbergstraße, Brand Unrat
  • Einsatz 2
    21.22 Uhr, Leopold-Kell-Straße, Brand Müllbehälter
  • Einsatz 3
    22.36 Uhr, Kirschweg, Brand Dixitoilette
  • Einsatz 4
    22.49 Uhr, Kirschweg, Albert-Einstein-Schule, Brand Müllbehälter
  • Einsatz 5
    22.53 Uhr, Beuditzstraße, Brand Müllbehälter
  • Einsatz 6
    22.58 Uhr, Moritz-Hill-Straße, Brand Müllbehälter
  • Einsatz 7
    23.04 Uhr, An der Beude, Brand Müllbehälter

 

Nachruf Brandmeisterin Viola Striewe

Nachruf

Die Freiwillige Feuerwehr Weißenfels trauert um

Brandmeisterin

Viola Striewe,

welche am 02.12.2020 im Alter von 55 Jahren plötzlich und unerwartet verstarb.

Viola Striewe hat sich stets engagiert für den Brandschutz zum Wohle der Allgemeinheit verdient gemacht.

 

Sie wurde 2010 Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr Reichardtswerben und stand seit 2015 als Wehrleiterin an der Spitze – als erste Frau im Burgenlandkreis.

 

Viola Striewe wird für uns eine unvergessene Kameradin der Feuerwehr bleiben. Wir nehmen tief bewegt Abschied und werden ihr ein ehrendes Gedenken bewahren.

 

Den trauernden Angehörigen möchten wir unser tiefstes Mitgefühl zum Ausdruck bringen.

 

Die Kameradinnen und Kameraden
der Freiwilligen Feuerwehr Weißenfels


 

Advent, Advent, ein Lichtlein brennt

…dachte sich gestern Abend kurz nach 20 Uhr ein Abrollcontainer in der Innenstadt und bescherte uns einen Adventseinsatz. 

Leider meinte es dann eine Stunde später ein Müllbehälter in der Beuditzstraße zu gut und läutete noch am ersten Adventswochenende gleich den 2. Advent ein.

Mit einem größeren Adventslicht als das auf dem Adventskranz können wir zwar umgehen, jedoch hat immer jemand den Schaden und den Ärger – und das brauch vor allem in der Vorweihnachtszeit niemand. 

Weiterhin kann der vermeintlich kleine Brand einer Mülltonne durch eine Ausbreitung über die Fassadendämmung oder durch Hitzeeinwirkung geplatzte Fensterscheiben schnell zu einem größeren Feuer werden oder schlafende Bewohner durch Rauchgase in Lebensgefahr bringen. 

Um dies zu verhindern und der Tatsache geschuldet, dass es in den letzten Monaten leider wieder vermehrt zu Containerbränden kommt – wobei wir die Brandursachen nicht kennen und nicht werten wollen – bitten wir, wo immer möglich, um Beachtung folgender Tipps und Anregungen:

  • Müllbehälter erst am Abholtag auf die Straße stellen
  • Müllbehälter mit einem Sicherheitsabstand zur Hauswand / zu Fenstern abstellen
  • keine heißen Abfälle oder Asche in Müllbehältern entsorgen
  • keine Batterien oder Akkus in Müllbehältern entsorgen

Wir bitten um Beachtung unserer Tipps – damit der Advent ein besinnlicher wird.


 

F3 Wohnung 23.11.20

Gestern wurde die Feuerwehr Weißenfels kurz vor 11 Uhr mit dem Stichwort „F3 Wohnung“ in den Südring alarmiert.

Vor Ort konnte eine Rauchentwicklung in einer Wohnung im 1. Obergeschoss festgestellt werden. Daraufhin wurde die Wohnung durch einen Trupp mittels Steckleiter über den Balkon betreten und ein Entstehungsbrand im Bereich der Küche vorgefunden. Anwohner hielten sich zu diesem Zeitpunkt nicht mehr in der Wohnung auf.

Direkt angrenzende Wohnungen wurden kontrolliert, ebenso die darunter liegende Tagespflegeeinrichtung. In diese breiteten sich durch Lüftungsschächte Rauchgase aus, welche jedoch räumlich getrennt gehalten werden konnten – somit bestand zu keiner Zeit eine Gefahr für Besucher der Einrichtung.

Verletzt wurde niemand.

Im Einsatz:

  • TLF 24/50, DLK 23/12, LF 16/20, RW, GW-L 2
  • RTW
  • FuStW Polizei


H3 PKW 1 x eingeklemmt 21.11.20

Am vergangenen Samstagmorgen wurden wir um 04:36 Uhr zu einem Verkehrsunfall mit eingeklemmter Person auf die BAB 9 alarmiert.

Kurz nach dem Aufprall des Transporters auf einen LKW, konnte der eingeklemmte Fahrer selbstständig den Notruf 112 wählen.

Aufgrund seiner ihm unbekannten Unfallposition, orteten die Kollegen der Leitstelle Burgenlandkreis seinen Standort mittels der „AML-Notruffunktion“. Advanced Mobile Location (AML) ist ein quelloffener Dienst zur Positionsbestimmung von Anrufern bei Nutzung einer Notrufnummer, nur so konnten schnellstmöglich die richtigen und zuständigen Rettungsmittel alarmiert werden.

Während der eingeklemmte Fahrer schwerverletzt mit seinem Unfallfahrzeug mitten auf der Fahrbahn stand und niemand anhielt um ihm zu helfen, entschieden die Kollegen der Leitstelle Burgenlandkreis bis zur Ankunft der Einsatzkräfte, ihn weiterhin telefonisch zu betreuen und ihn nicht Alleine zu lassen.

Bei Ankunft der Kameraden war der Transporterfahrer noch im Fahrzeug eingeschlossen – aber ansprechbar, aus der eingeklemmten Lage konnte er sich zwischenzeitlich selbstständig befreien.

Nachdem die technische Rettung durchgeführt und der Fahrer befreit werden konnte, wurde er im Anschluss in eine Klinik geflogen.

Im Einsatz:

  • RW, TLF 24/50, LF 16/20, MZF
  • Feuerwehr Borau mit StLF 20/20, MTW
  • RTW Weißenfels
  • Christoph Sachsen-Anhalt
  • Autobahnpolizei
  • Autobahnmeisterei