Weiterbildung

Dienstgeschehen 07.07.15 – Technische Hilfeleistung

Am allwöchentlichen Dienstabend wurde am 07.07. bei bestem Wetter und hohen Außentemperaturen die Technische Unfallrettung aus einem in einer Baugrube verunfallten PKW geübt. Die momentane Baustelle auf dem Gelände unserer Feuerwache boten uns dahingehend eine optimale Übungslage. Zum wiederholten Male wurde mittels unseres im letzten Jahr neu beschafften Stab-Fast-Systems – zur Abstützung bzw. Sicherung instabiler Fahrzeuge – das Fahrzeug in dieser besonderen Situation gesichert. Auch dieses Mal wurde festgestellt, dass sich die Beschaffung dieses Systems einen enormen Zeitvorteil für unsere Arbeit und somit auch für den Patienten darstellt. Nach der Sicherung des Fahrzeugs und der Herstellung einer Löschbereitschaft wurde die Rettung der eingeklemmten Person mittels der Taktik „reißen im Bereich der B-Säule“ mittels Rettungszylinder und der anschließenden Entfernung des Daches geprobt.

Der Übungsdurchführende entschloss sich im Rahmen seiner Sorgfaltspflicht gegenüber seiner Kameraden aufgrund der anhaltenden heißen Wetterlage für eine sog. „Marscherleichterung“ für die Einsatzkräfte.

Fortbildung Asklepios Klinik mit Einsatzübung

 

Im Rahmen einer Fortbildungsreihe wurden wir durch die Asklepios Klinik Weißenfels am 27.05.2015 zur Veranstaltung „Das Polytrauma – vom Unfallort bis in den Schockraum Weißenfels“ eingeladen.

 

Ziel war es, alle an einer Unfallrettung beteiligten Hilfsorganisationen und Institutionen an einen Tisch zu bekommen, um die Zusammenarbeit im Einsatzfall noch besser gestalten zu können. Es wurde der Weg eines verletzten Polytrauma-Patienten vom Unfallort in das Krankenhaus verfolgt

∙ ab der Erstversorgung am Unfallort,

∙ über die technische Rettung durch die Feuerwehr,

∙ den Transport mittels des Rettungsdienstes ins Krankenhaus,

∙ sowie die Erstversorgung im Schockraum der Asklepios Klinik Weißenfels.

 

Nach der Begrüßung der Teilnehmer durch Dr. med. Andreas Hellweger (Chefarzt der Klinik für Unfallchirurgie und Orthopädie) erläuterte jede Organisation im ersten Teil der Veranstaltung in einem Vortrag die Arbeit seiner Hilfsorganisation und wies auf besondere Gegebenheiten bei der Zusammenarbeit hin. So berichtete

∙ Polizeikommissar Veit Raczek von der Autobahnpolizei Weißenfels über die Arbeit der Polizei,

∙ Hauptbrandmeister Steve Homberg von der Feuerwehr Weißenfels über die Technische Unfallrettung,

∙ Oberarzt Dipl.-Med. Michael Rudolph über die Notärztliche Erstversorgung polytraumatisierter Patienten,

∙ Oberarzt Dr. med. Lars Homagk über den Schockraum-Algorithmus im Krankenhaus und

∙ Oberarzt Dr. med. Marcus Meinhold über Versorgungsbeispiele polytraumatisierter Patienten.

 

Beim zweiten Teil der Veranstaltung demonstrierten wir anhand einer Einsatzübung die Technische Hilfeleistung bei einem angenommenen PKW-Unfall mit einer eingeklemmten Person. Abgearbeitet wurde die Einsatzlage mittels unseres Rüstzuges, bestehend aus Einsatzleitwagen (ELW), Tanklöschfahrzeug (TLF 24/50), Löschgruppenfahrzeug (LF 16/12) und Rüstwagen (RW 2). Nach dem Ablaufschema zur Technischen Hilfeleistung wurde die Einsatzstelle und das Fahrzeug gesichert, eine Löschbereitschaft hergestellt und die verletzte Person mittels einer großen seitlichen Rettungsöffnung aus ihrer Zwangslage befreit.

 

Wir bedanken uns für die Einladung durch die Asklepios Klinik in Weißenfels und freuen uns auf eine baldige Fortsetzung.

 


Ausbildung FwDV 500 „Einheiten im ABC-Einsatz“

In den letzten Wochen standen unsere Ausbildungsdienste immer im Zeichen der CBRN-Ausbildung (CBRN: Gefahren durch chemische, biologische, radiologische und nukleare Stoffe). Und so war auch am 24.02. die FwDV 500 „Einheiten im ABC-Einsatz“ Thema.
 
Die Ausbildung wurde mit unserer Ortsfeuerwehr Borau durchgeführt und wurde in die Blöcke
 
1. Theoretischer Unterricht
2. Planspiel
3. praktische Einsatzübung
 
unterteilt, in denen u. a. folgende Themen behandelt wurden: 
 
1. Lagefeststellung
2. Fahrzeugaufstellung
3. Erst- & ergänzende Maßnahmen
4. Gefahren- & Absperrbereiche
5. Einsatzdurchführung
Da dieses Ausbildungsfeld sehr umfangreich ist, wird es auch in den nächsten Wochen auf unserem Dienstplan stehen.

Dienstabend 25.11.2014

Zu unserem Dienst am 25.11. wurde ein OTS (operativ-taktisches Studium = Begutachtung einsatzrelevanter Objekte zur Einsatzvorbereitung) im komplett sanierten Gebäude der Beuditzschule durchgeführt. Besonderer Augenmerk galt dabei dem überarbeiteten Feuerwehrplan, den Einspeisepunkten für das Löschwasser und den dementsprechenden Wandhydranten im Gebäudeinneren. Der Hausmeister der Schule, Herr Schönefeld, führte uns durch das Gebäude, wo wir uns u. a. mit dem Versorgungssystem (Heizung, Gasversorgung, etc.), diversen Fachräumen (Chemie- & Physikraum, EDV-Anlage) sowie der Brandmeldeanlage vertraut machen konnten.

Dienstabend 16.09.2014

Auf dem Dienstplan stand für den gestrigen Ausbildungsdienst das Thema „Brandbekämpfung Innenangriff“. Als Übungsobjekt stand uns ein ungenutztes Nebengebäude der Feuerwache zur Verfügung. Angenommen wurde ein Wohnungsbrand in einer größeren, verwinkelten Erdgeschosswohnung. Es war bekannt, dass sich noch eine Person in der Wohnung befindet.

Mittels einer Nebelmaschine und einer Wanne mit brennendem Bioethanol wurde eine realistische Lagedarstellung verwirklicht: Im Gebäude bestand Nullsicht und eine gewisse Wärmeentwicklung.

Nacheinander arbeiteten zwei Gruppen unabhängig voneinander die Einsatzlage mittels des Löschgruppenfahrzeugs ab. Die eigesetzten Gruppenführer erkundeten die Lage und teilten die Trupps zur Brandbekämpfung und Menschenrettung ein. Die Übungsbeobachter verfolgten die eingeleiteten Maßnahmen und werteten die Einsatzübungen aus.

Dienstabend 26.08.2014 – Technische Hilfeleistung

Der Ausbildungsdienst am 26.08. wurde in Zusammenarbeit mit unserer Ortswehr Borau durchgeführt und stand ganz im Zeichen der Technischen Hilfeleistung. Im Rahmen einer Einsatzübung wurde ein auf der Seite liegendes verunfalltes Kraftfahrzeug mittels des neuen Stab-Fast-Systems gesichert und die eingeklemmte Person unter Zuhilfenahme des hydraulischen Rettungsgerätes aus seiner Zwangslage befreit. 

Hierbei galt besonderes Augenmerk der ordentlichen Sicherung des Fahrzeugs sowie der Punkte Glasmanagement, Patientenorientierte Rettung und Patientenerstversorgung.

Die Ausbildung wurde bewusst als Einsatzübung konzipiert, um auftretende Fehler zu erkennen. Nach der Einsatzübung wurden auftretende kleine Fehler durch die Ausbilder behoben und die richtige Vorgehensweise erklärt. Deutlich wurde die enorme Zeitersparnis durch Einsatz des neuen Stab-Fast-Systems anstatt konventionellen Unterbaumaterials.

Im Anschluss der Übung wurden zwei Kameradinnen sowie ein Kamerad verabschiedet, die leider ihre Mitgliedschaft in unserer Wehr nach dreijährigem Einsatzdienst beenden müssen, da sie den Weißenfelser Bundeswehrstandort verlassen. Wir bedanken uns nochmals auf diesem Wege für ihre gute Arbeit in dieser Zeit!