Sebastian Busch

Trauer um Kreisbrandmeister a. D.

 
Die Weißenfelser Feuerwehren trauern um
 
Hauptbrandinspektor Hans Willi Schubert
 
welcher Anfang vergangener Woche verstorben ist.
 
HBI Hans Willi Schubert war von 2001 bis 2013 Kreisbrandmeister – zunächst im Alt-Landkreis Weißenfels und dann im fusionierten neuen Burgenlandkreis. Er war als rastlos bekannt und stets für die Belange der Feuerwehren in vielen Ebenen unterwegs, ob im Kreistag, auf Landesebene oder auch bei den Feuerwehren und politischen Akteuren direkt vor Ort im kommunalen Bereich. Auch bei vielen Einsätzen machte er sich an der Einsatzstelle vor Ort ein Bild der Lage.
 
Ende des Monats wäre Kamerad Schubert 73 Jahre alt geworden.
 
Wir werden ihm ein ehrendes Andenken bewahren.
Bild: CDU Burgenlandkreis

Innenministerin besucht Feuerwache Weißenfels

 
Die Ministerin für Inneres & Sport, Dr. Tamara Zieschang, besuchte auf Einladung der Landtagsabgeordneten Elke Simon-Kuch MdL am gestrigen Mittwoch Weißenfels. Die erste Station der Tour durch unsere Stadt war die Feuerwache.
 
Der Weißenfelser Stadtwehrleiter Frank Berszuck begrüßte die Ministerin und die Landtagsabgeordnete und führte durch die Feuerwache. Im Anschluss tauschten sich die ebenfalls anwesenden Stadt- & Gemeindewehrleiter angrenzender Gebietskörperschaften und der Weißenfelser Oberbürgermeister über verschiedene Themen des Brandschutzes im Land aus. Themen waren unter anderem das IBK Heyrothsberge, die zentralen Fahrzeugbeschaffung des Landes und die finanzielle Ausstattung der Städte und Gemeinden.
 

 

Kellerbrand

 

Am Abend des 15.03. wurde die Feuerwehr Weißenfels zu einem vermutlichen Kellerbrand in die Klosterstraße alarmiert. Nach Lageerkundung des Einsatzleiters ergab sich, dass es in einem leerstehenden Hinterhaus brannte und der Zugang zum Objekt nur mittels Steckleiter möglich war.

 
Ein Trupp unter Atemschutz löschte den Brand, noch bevor er sich auf das gesamte Gebäude ausbreiten konnte.
Die Ortsfeuerwehr Tagewerben befand sich zum Alarmierungszeitraum unserer Wehr gerade zu eigenen Ausbildungszwecken im Weißenfelser Stadtgebiet, so kamen die Kameraden sofort unterstützend mit zum Einsatz.
Das Feuer wurde gelöscht, das Objekt belüftet und im Anschluss an seinem Eigentümer übergeben.
 
Im Einsatz waren:
 
  • Feuerwehr Weißenfels mit TLF 24/50, DLK 23/12, LF 16/20, GW-L 2, ELW
  • Feuerwehr Tagewerben mit TSF-W, MTW
  • RTW Gostau
  • FuStW Polizei
  • Ordnungsamt


 

Verkehrsunfall BAB 9

 
Am Vormittag des 08.03. wurde die Feuerwehr Weißenfels zusammen mit mehreren Feuerwehren aus dem Bereich der Stadt Teuchern zu einem schweren LKW-Unfall auf die BAB 9 alarmiert. Laut ersten Meldungen gibt es mehrere eingeklemmte Personen, die Situation sei noch völlig unklar.
 
Bereits bei Lage auf Sicht von der Gegenspur zeigt sich, dass ein Kleintransporter unter dem Heck eines Sattelaufliegers steckte und Anhand der ersten Bilder wohl mit dem Schlimmsten zu rechnen sei. Vor Ort angekommen zeigte sich rasch: Der Fahrer ist massivst eingeklemmt, aber er lebt.
 
Gemeinsam wurde anschließend die umfangreich technische Rettung vorbereitet und der Fahrer aus seinem zerstörten Fahrerhaus befreit.
 
Der Eingeklemmte wurde durch die anwesenden Rettungskräfte versorgt und in eine Spezialklinik geflogen. Weitere Verletzte gab es nicht.
 
Im Einsatz waren:
 
  • RW, TLF 24/50
  • Feuerwehr Teuchern
  • Feuerwehr Krössuln
  • Feuerwehr Nessa
  • Feuerwehr Prittitz
  • Feuerwehr Gröbitz
  • 3 x RTW (2x WSF, 1x NMB)
  • NEF
  • RTH Christoph 70
  • Autobahnmeisterei
  • Polizei
  • Bergungsdienste


 

Erneute Warnung und ein Ausblick auf die kommenden Tage

Auch weiterhin werden im gesamten Stadtgebiet inklusive Ortsteilen Einsatzstellen abgearbeitet.

Wir werden nicht müde, vor den Gefahren der derzeitigen Orkane zu warnen. Im Gegensatz zu normalen, kurz anhaltenden Stürmen ist diese Lage eine besondere, da sie sehr lange andauert. Durch die Dauerbelastung entstehen Schäden an Bäumen, Gebäuden, etc., die sonst bei kürzerer Windeinwirkung nicht auftreten würden.

Einfache Regel: Den eigenen Kopf und den seiner Mitmenschen von allem entfernt halten, was auf eben diesen fliegen kann. Schauen Sie nach oben, auch in der vermeintlich sicheren Stadt können lose Teile von Gebäuden herunterfallen. Nutzen Sie sichere Wege. Der Weg durch den Park, der bisher 20 Jahre lang immer der kürzeste war, ist nun nicht mehr sicher. Besser: Bleiben Sie – insofern möglich – einfach zu Hause.

Auch in einem Fahrzeug sind Sie nicht sicher. In aller Deutlichkeit: Ein Baum, der auf ein Fahrzeug fällt, ist zuverlässig in der Lage Menschen zu töten. Bäume auf Autos haben auch bei der derzeitigen Sturmlage bereits wieder zu tödlichen Unfällen geführt.

• Bleiben Sie bitte zu Hause, wenn Sie nicht zwingend das Haus verlassen müssen.

• Suchen Sie wenn möglich ein festes Gebäude auf – meiden Sie Wälder, Alleen, Parks und Friedhöfe. Dies gilt auch für die Zeit nach einem starken Sturm, wenn möglicherweise noch Bäume umfallen oder Äste herabfallen können. Das gleiche gilt für lose Dachziegel, Bauelemente, etc. im bebauten Bereich.

• Informieren Sie sich über die aktuelle Wetterentwicklung regelmäßig aus Rundfunk, Fernsehen oder im Internet.

• Sichern Sie Gegenstände auf Terrassen, Balkonen und in Gärten sorgfältig, wenn diese sich nicht ins Gebäude bringen lassen.

• Stellen Sie auch Fahrzeuge vorausschauend und sicher ab.

• Umgestürzte Bäume auf Privatgelände, von denen keine Gefahr ausgeht, erfordern den Einsatz eines gewerblichen Unternehmens und nicht der Feuerwehr.

Ein kurzer Ausblick auf den Wind für die kommenden Tage:

Wie man unschwer erkennen kann, ist es auch weiterhin recht windig. Das bleibt auch bis heute Nachmittag so – dann schwächen sich die Böen auf 40 bis 50 km/h ab. In der Nacht erreicht uns ein neues Windfeld vom nächsten Tief. Dann sind Böen bis 80 km/h möglich. Dieses Windfeld ist bis Sonntagvormittag abgezogen.

Ab Sonntagmittag dann abermals Böen bis 80 km/h.

In der Nacht zum Montag und in den frühen Morgenstunden des Montags: Ein neues Windfeld von einem wiederum neuen Tief. Dann sind Windspitzen bis 95 km/h berechnet.

Am Montagnachmittag dann ca. 70 km/h. Am Dienstagabend wird es vorübergehend ruhiger.

 

Aktuelle Information zur Sturmlage

Seit gestern wurden – Stand 19.02., 8 Uhr – 13 Einsätze abgearbeitet. Nicht alle, aber die Mehrzahl standen dabei in Verbindung mit Orkantief „Zeynep“.

Auch weiterhin ist mit einem derart sturmlastigen Wetter bis in den Dienstag hinein zu rechnen.

Auch am heutigen Tag und bis in den Dienstag hinein ist es weiterhin sehr stürmisch und es gehen Gefahren von losen Dachziegeln, Bauelementen, Ästen, Bäumen, etc. aus. Daher gilt weiterhin:

• Bleiben Sie bitte zu Hause, wenn Sie nicht zwingend das Haus verlassen müssen.

• Suchen Sie wenn möglich ein festes Gebäude auf – meiden Sie Wälder, Alleen, Parks und Friedhöfe. Dies gilt auch für die Zeit nach einem starken Sturm, wenn möglicherweise noch Bäume umfallen oder Äste herabfallen können. Das gleiche gilt für lose Dachziegel, Bauelemente, etc. im bebauten Bereich.

• Informieren Sie sich über die aktuelle Wetterentwicklung regelmäßig aus Rundfunk, Fernsehen oder im Internet.

• Sichern Sie Gegenstände auf Terrassen, Balkonen und in Gärten sorgfältig, wenn diese sich nicht ins Gebäude bringen lassen.

• Stellen Sie auch Fahrzeuge vorausschauend und sicher ab.

• Umgestürzte Bäume auf Privatgelände, von denen keine Gefahr ausgeht, erfordern den Einsatz eines gewerblichen Unternehmens und nicht der Feuerwehr.

Folgende Einsätze wurden seit gestern abgearbeitet:

• 06:20 Uhr – F2 Rauchmelder
• 09:35 Uhr – F1 Baum
• 15:46 Uhr – H1 PKW
• 17:34 Uhr – F1 Baum
• 19:55 Uhr – H1 Sturm/Dach
• 19:58 Uhr – H1 Sturm/Gebäude
• 20:14 Uhr – H1 Sturm/Gebäude
• 20:28 Uhr – H1 Sturm/Baum
• 21:10 Uhr – H2 Sturm/Strom
• 22:01 Uhr – H1 First Responder
• 23:18 Uhr – H1 Sturm/Dach
• 07:02 Uhr – H1 Sturm/Baum
• 07:35 Uhr – H1 Sturm/Baum

Indienststellung neuer Schutzkleidung

Am Freitag, dem 28.01.2022, wurde im Kulturhaus Weißenfels neue Schutzkleidung für die Atemschutzgeräteträger der Weißenfelser Feuerwehren ausgegeben und damit in Dienst gestellt. Damit fand ein Prozess Abschluss, welcher im Oktober 2020 begann.

Zur Veranstaltung, welche unter den aktuell gültigen Corona-Schutzmaßnahmen durchgeführt wurde, waren 70 von 128 Atemschutzgeräteträgern anwesend. Es erfolgte eine Einweisung in die Funktionen und Handhabung der neuen Schutzkleidung.

Erfolgreiche Beschaffung nach 15 Monaten Planungs-, Ausschreibungs- und Beschaffungsphase

Vorausgegangen war die Gründung einer Beschaffungsprojektgruppe im Oktober des Jahres 2020, welche eine neue Generation eines Feuerwehrschutzanzuges zur Brandbekämpfung finden sollte. Diese Arbeitsgruppe sondierte den Markt für Feuerwehrschutzkleidung und legte Parameter nach aktuellem Stand der Technik fest, welche die neue Schutzkleidung erfüllen sollte. Nach dem Beschluss des Stadtrates der Stadt Weißenfels zur Bereitstellung der Mittel Mitte 2021 zur Erstinvestition in Höhe von rund 120.000 € konnte die Ausschreibung beginnen. Nach erfolgter Ausschreibung erhielt die Firma Texport den Zuschlag zur Ausstattung von zunächst 100 von 128 Atemschutzgeräteträgern der Weißenfelser Feuerwehren. Beschafft wurde das Modell „Fire Explorer“. Anschließend wurden 100 Atemschutzgeräteträger vermessen, um eine exakte Passform der Schutzkleidung zu garantieren. Im Dezember 2020 erfolgte dann die Lieferung der Schutzkleidung, die anschließend inventarisiert werden musste. Die Beschaffung der restlichen 28 Sätze soll in diesem Jahr erfolgen.

Neuer Standard der Schutzkleidung für den maximalen Schutz der Atemschutzgeräteträger

Die beschaffte Einsatzbekleidung übertrifft nicht nur die derzeit gültige Norm für Schutzkleidung DIN EN 469 um ein Vielfaches, sondern auch in bestimmten Parametern andere Anbieter von Feuerwehrschutzkleidung am Markt, beispielsweise hinsichtlich Zugfestigkeit des Obermaterials und der Langzeitimprägnierung, um nur zwei Punkte zu nennen. Eine weitere Verbesserung des Schutzes für die Einsatzkräfte besteht durch eine Blut- und Vierendichtheit im Aufbau der Einsatzkleidung. Des Weiteren befindet sich in Jacke und Hose ein integriertes Rettungssystem zur schnellen Rettung der Atemschutzgeräteträger im Notfall und ebenfalls in der Jacke eine Vorbereitung für ein sog. IRS-System, welches das Halten/Rückhalten ohne Feuerwehrsicherheitsgurt ermöglicht. Die neue Schutzkleidung stellt damit im Vergleich zur vorher verwendeten Schutzkleidung – welche auch nach EN 469 zertifiziert ist, jedoch nicht über die vorbenannten Funktionen verfügt und weniger atmungsaktiv ist –  eine enorme Steigerung der Schutzfunktion für die Atemschutzgeräteträger dar.

Mangels Revisionsöffnungen verfügte die bisher verwendete Einsatzbekleidung nur über sehr eingeschränkte Möglichkeiten der Reparatur bei Beschädigungen – auch dieser Mangel konnte mit der Beschaffung behoben werden. Die bisher verwendete Einsatzbekleidung war schwer und nur bedingt atmungsaktiv, was beim Träger  eine weitere Belastung – zum ohnehin anstrengenden Atemschutzeinsatz – darstellte, dieser Mangel konnte ebenfalls mit der neuen Schutzkleidung abgestellt werden.

Weiterverwendung der bisherigen Schutzkleidung

Die bisher verwendete Einsatzbekleidung wird nach Prüfung, Reinigung und Imprägnierung zum einen als Reservebekleidung – beispielsweise während einer Reinigung der neu beschafften Bekleidung – und zum anderen als Winterbekleidung für Nicht-Atemschutzgeräteträger verwendet werden.

Des Weiteren kann mithilfe der dann vorhandenen Reservebekleidung ein wichtiges Konzept zur Einsatzstellenhygiene umgesetzt werden: Zur Vermeidung von Kontaminationsverschleppung und zur Senkung des Krebsrisikos für Einsatzkräfte kann dann Tauschbekleidung nach Einsatzende zur Einsatzstelle verbracht werden. Damit erhalten die als Atemschutzgeräteträger eingesetzten Einsatzkräfte direkt vor Ort die Möglichkeit, ihre kontaminierte Einsatzkleidung abzulegen und saubere Kleidung zu tragen.

Vergleich Schutzkleidung alt – neu

Hintergrund

Die Freiwillige Feuerwehr Weißenfels (Kernstadt und Ortsteile) besteht derzeit aus ca. 360 aktiven Einsatzkräften. Davon sind 128 Einsatzkräfte Atemschutzgeräteträger. Der Einsatz als Atemschutzgeräteträger setzt eine hohe Grundfitness voraus und ist essenziell für die Brandbekämpfung, da durch die Atemschutzgeräteträger die eigentlichen Löscharbeiten im sogenannten Innenangriff – also im Gebäudeinneren und im Brandraum – durchgeführt werden.

Die Europäische Norm EN 469 regelt die Beschaffenheit von Schutzkleidung für die Feuerwehr zur Brandbekämpfung. Alle Einsatzkräfte der Feuerwehr Weißenfels tragen eine nach DIN EN 469, Stufe 1 genormte Einsatzbekleidung. Diese bietet Schutz bei Einsätzen der technischen Hilfeleistung sowie bei der Brandbekämpfung im Außenangriff. Die als Atemschutzgeräteträger eingesetzten Kameraden tragen spezielle Brandbekämpfungsbekleidung, welche ein weitaus höheres Schutzziel bei Einwirkung von Hitzestrahlung oder durch direkte Beflammung vorweist. Diese Einsatzkleidung ist nach DIN EN 469, Stufe 2, genormt.

Bilder der neuen Schutzkleidung


 

Einsatzaufkommen Silvester

Die Feuerwehr Weißenfels kann ein positives Resümee über Silvester ziehen. Die Tage und die Nacht um den Jahreswechsel kann als relativ ruhig betrachtet werden: Acht Einsätze galt es abzuarbeiten, wobei vier davon mutmaßlich mit Silvester in Verbindung gebracht werden könnten.

Ausgelöster Rauchmelder am Silvester-Tag

Kurz vor 17 Uhr am 31.12. der erste Einsatz: Im Südring machte ein ausgelöster Rauchmelder den Einsatz der Feuerwehr nötig. Ursächlich war hier angebranntes Essen. Wieder einmal zeigte sich, dass Rauchmelder größeren Schaden verhindern und Menschenleben retten – ein Küchenbrand konnte verhindert werden. Personen wurden nicht verletzt.

Vermuteter Großbrand und Tragehilfe am Silvester-Abend

Gegen 21.30 Uhr kam es zur Alarmierung mit dem Stichwort „Großbrand“. Anrufer meldeten den Brand eines Gebäudes an den Badanlagen in Weißenfels. Vor Ort angekommen stellte sich heraus, dass es erneut im Bereich des ehemaligen Lokschuppens am Bahnhof brannte. Durch die schnelle Entdeckung des Feuers und der damit schnellen Alarmierung der Feuerwehr konnte der Brand in der Entstehungsphase gelöscht werden. Die Brandursache ist unklar, die Polizei ermittelt.

Kurz nach Einsatzende des vorherigen Einsatzes wurden Einsatzkräfte zu einer Tragehilfe für die Notfallrettung in ein Weißenfelser Altenpflegeheim alarmiert.

Mehrere Kleinbrände am Neujahrsmorgen

Kurz vor 1 Uhr brannte in der Naumburger Straße Unrat. Zehn Minuten später galt es, in der Otto-Schlag-Straße einen brennenden Müllbehälter zu löschen. Gegen 1.30 Uhr brannte es in der Otto-Schlag-Straße erneut ein Container.

Wasserrohrbruch und Kleinbrand am Neujahrstag

Am Neujahrstag kam es um 9.45 Uhr zu einem Wasserrohrbruch in der Zeitzer Straße, durch den mehrere Wohnungen eines Mehrfamilienhauses in Mitleidenschaft gezogen wurden. Die Feuerwehr öffnete die Wohnungstür der betreffenden Wohnung und stellte das Wasser ab.

Am Nachmittag dann der letzte Einsatz des Tages: Am Aussichtspunkt nähe der Bergschule brannte gegen 16.30 Uhr ein weiterer Müllbehälter.


 

Video: Ausbildungswochenende Brandcontainer

Am Wochenende im Zeitraum 26.11. bis 28.11.2021 fand auf dem Gelände der Feuerwache Weißenfels eine Realbrandausbildung statt.

Zertifizierte Ausbilder leiteten 108 teilnehmende Atemschutzgeräteträger durch einen Brandcontainer zur Simulation realistischer Brandszenarien. In der zweistöckigen modularen, feststoffbetriebenen Übungsanlage (holzbefeuert nach DIN-Vorgaben) mit einer ca. 45 qm großen mobilen Übungsfläche und 16 m langen Übungsstrecke auf zwei Ebenen wurden unseren Einsatzkräften verschiedene, speziell auf unsere Wünsche und Bedürfnisse angepasste Trainingsmodule angeboten.

Unser Dank gilt der Stadt Weißenfels für die ermöglichte Ausbildung, BTL Brandschutz Technik GmbH Leipzig für den reibungslosen Ablauf und den Ausbildern von Red Line Solution für ihre tolle Arbeit.

Bericht BLKregionalTV: https://youtu.be/fK0nIB1-pL4

 

Jahresrückblick 2021

Das Jahr 2021 neigt sich dem Ende zu. Auch dieses Jahr war wie bereits 2020 für die Feuerwehr geprägt von einem allgemein vorherrschenden Thema: Dem Corona-Virus. Der Jahresbeginn startete so, wie das Vorjahr endete: Mit der Einstellung aller dienstlichen Veranstaltungen. Weder der Ausbildungsdienst der Einsatzabteilungen noch die Dienste der Kinder- & Jugendfeuerwehren fanden statt. Ebenso wurden alle weiteren Veranstaltungen, wie beispielsweise die Jahreshauptversammlungen, untersagt. Weitere Maßnahmen zur Aufrechterhaltung des Einsatzbetriebes wurden in einer feuerwehrinternen Corona-Dienstanweisung geregelt.

Nur so konnte ein Einsatzbetrieb der kritischen Infrastruktur Feuerwehr sichergestellt werden: Es gab keinerlei größere Ausfälle innerhalb der Ortsfeuerwehren, keine Feuerwehr musste pandemiebedingt personell abgemeldet werden. Ein Verdienst aller Einsatzkräfte, welche sich vorbildlich an die Regelungen der Corona-Dienstanweisung gehalten haben.

Liefen die Ausbildungsdienste bis dahin zuweilen Online, konnte dann Anfang April die pandemische Lage so beurteilt werden, dass die Wiederaufnahme des Dienstbetriebes aller Abteilungen wieder möglich war – unter Testpflicht unabhängig vom G-Status der Einsatzkräfte.

Denn auch wenn das Jahr in Sachen Ausbildungsdienste ruhig anfing, so galt dies für die Einsätze natürlich nicht. Denn bereits am 13. Januar kam es in der Marie-Curie-Straße zu einem Großbrand in einem Recyclingbetrieb, welcher 19 Stunden andauern sollte. Mehrere Weißenfelser Ortsfeuerwehren waren hier im Einsatz – und es sollte nicht der letzte Einsatz mit dem Stichwort „Großbrand“ im Jahr 2021 bleiben.

Anfang Februar kam der große Schneefall mit Schneehöhen von einem Meter und forderte den Einsatz zahlreicher Weißenfelser Ortsfeuerwehren.  

Am 1. April meldete die Feuerwehr Weißenfels die Einrichtung einer zweiten Feuerwache in Verbindung mit einer „Feuerwehrerlebniswelt“ im Gloria. So sollte die Einsatzbereitschaft während des Brückenneubaus im Norden der Stadt sichergestellt werden. Hierbei handelte es sich natürlich um einen Aprilscherz.

Im Mai kam es zu einem schweren Verkehrsunfall zwischen einem PKW und einem LKW in der Zeitzer Straße in Weißenfels. Dort wurde der Fahrzeugführer des PKW eingeklemmt und konnte in Zusammenarbeit mit dem Rettungsdienst gerettet werden. Umso mehr freute uns der Besuch eben dieses Fahrzeugführers auf der Feuerwache Weißenfels im Oktober. Noch nicht ganz genesen, aber auf dem besten Wege dahin bedankte sich der ehemalige Patient bei uns, was die anwesenden Einsatzkräfte sehr freute. Weiterhin kam es zum Großbrand des ehemaligen Lokschuppens am Güterbahnhof und dem Brand eines Trafos am Schlachthof mit einer enormen Rauchentwicklung.

Im Juni brannte es erneut in einem Recyclingbetrieb in Weißenfels, welcher nach 9 Stunden gelöscht werden konnte. Auch am Forsthaus in Weißenfels kam es zu einem Großbrand: In einer größeren Villa brannte der Dachstuhl. Weitere Einsätze forderten die Feuerwehr auf der Autobahn, wo es zu Unfällen mit LKW kam. Leider waren dort auch verstorbene Personen zu beklagen.

Im Juli zog eine Unwetterfront über den Burgenlandkreis, welches auch die Weißenfelser Ortsteile nicht verschonte. Mitte des Monats kam es zu einem Großbrand am Weißenfelser Marktplatz.

Im August kam es zu zwei Gefahrguteinsätzen: Am Güterbahnhof Großkorbetha sowie in einem Industriebetrieb in Weißenfels kam es jeweils zu Austritten von Gefahrstoffen.

Der September startete erneut mit einem Gefahrguteinsatz am Güterbahnhof Großkorbetha.

Im September startete die Grundausbildung aller Weißenfelser Ortsfeuerwehren, welcher im November seinen Abschluss fand.

Im Oktober kam es erneut zu einem schweren LKW-Unfall auf der Autobahn. Auch hier war leider eine verstorbene Person zu beklagen. Ebenfalls im Oktober startete die Stickerstars-Aktion der Weißenfeser Feuerwehren., wo nahezu alle rund 600 Mitglieder der Feuerwehren im Heft vertreten. Ende des Monats sorgte ein Sturmtief über dem Burgenlandkreis für eine Vielzahl von Einsätzen für mehrere Ortsfeuerwehren an einem Tag.

Am 11. November fiel deutschlandweit der Notruf aus – hier wurden die Gerätehäuser aller 14 Ortswehren besetzt, um im Notfall als Anlaufstelle für den Hilfesuchenden zu fungieren. Ebenfalls im November kam es zu einem Gefahrguteinsatz bei einem Produktaustritt in einem Weißenfelser Industriebetrieb. Ende November fand auf dem Gelände der Feuerwache Weißenfels eine Realbrandausbildung statt. Zertifizierte Ausbilder leiteten die Atemschutzgeräteträger der Ortsfeuerwehren von Weißenfels durch eine Übungsanlage zur Simulation realistischer Brand-Szenarien. In der 2-stöckigen modularen, feststoffbetriebenen Übungsanlage (holzbefeuert nach DIN-Vorgaben) mit einer ca. 45 qm großen mobilen Übungsfläche und 16 m langen Übungsstrecke auf zwei Ebenen wurden den Einsatzkräften verschiedene, speziell auf die Bedürfnisse der Freiwilligen Feuerwehr Weißenfels angepasste Trainingsmodule angeboten.

Anfang Dezember kam es abermals zu einem schweren LKW-Unfall auf der Autobahn, erneut war eine verstorbene Person zu beklagen. Im Weißenfelser Kirschweg kam es zu einer Bombendrohung, welche ebenfalls den Einsatz der Feuerwehr nötig machte.

All diese aufgezählten Einsätze über das Jahr verteilt sind nur beispielhaft zu sehen. Die Mitglieder in den 14 Einsatzabteilungen bewältigen jedes Jahr um 700 Einsätze. Zur Bewältigung dieser Einsatzlagen stehen 39 Einsatzfahrzeuge und diverse Anhängefahrzeuge und Boote zur Verfügung.

Die 14 Ortsfeuerwehren der Stadt Weißenfels leisteten im Jahr 2021 bei 731 Einsätzen statistisch gesehen im Mittel bei zwei Einsätzen pro Tag Hilfe. Diese Einsätze untergliedern sich pro Ortsteil wie folgt:

  • Borau – 43 Einsätze
  • Burgwerben – 3 Einsätze
  • Großkorbetha – 26 Einsätze
  • Kriechau – 4 Einsätze
  • Langendorf – 22 Einsätze
  • Leißling – 38 Einsätze
  • Markwerben – 18 Einsätze
  • Obschütz – 1 Einsatz
  • Pettstädt – 5 Einsätze
  • Reichardtswerben – 34 Einsätze
  • Storkau – 3 Einsätze
  • Tagewerben – 30 Einsätze
  • Uichteritz – 18 Einsätze
  • Weißenfels – 486 Einsätze

Zur Bewältigung dieser Aufgaben standen im städtischen Haushalt in diesem Jahr 1,8 Mio. Euro zur Verfügung. Die beiden größten Einzelinvestitionen im Jahr 2021 waren die Beschaffung neuer Schutzkleidung für Atemschutzgeräteträger im Wert von 124.000 € sowie die Indienststellung eines neuen Tragkraftspritzenfahrzeuges (TSF-W) für 150.000 € für die Ortsfeuerwehr Tagewerben. Über die zentrale Beschaffung des Landes Sachsen-Anhalt beteiligt sich die Stadt Weißenfels an der Ersatzbeschaffung der Weißenfelser Drehleiter. Diese wird mit einem Zuschuss in Höhe von 270 000 € bei Gesamtkosten von ca. 680 000 € beschafft. In den nächsten Jahren sind weiterhin Prioritäten in Ersatzbeschaffungen bei Fahrzeugtechnik zu legen. Dringender Handlungsbedarf besteht bei den Gerätehäusern der Ortsfeuerwehren: Hier wird im Brandschutzbedarfsplan – welcher in diesem Jahr in Zusammenarbeit zwischen Stadtverwaltung und Stadtwehrleitung eine Überarbeitung erfährt – der Grundstein für eine dringende Erneuerung gelegt.

Derzeit verfügen die 14 Weißenfelser Feuerwehren über 609 Mitglieder. Diese teilen sich auf

  • 17 hauptamtliche Einsatzkräfte,
  • 345 ehrenamtliche Einsatzkräfte,
  • davon 122 Atemschutzgeräteträger,
  • 61 Mitglieder der Kinderfeuerwehren sowie
  • 82 Mitglieder der Jugendfeuerwehren und
  • 122 Mitglieder in den Alters- und Ehrenabteilungen

auf.